Rein in die viertgrößte Stadt Österreichs: Wien Favoriten. Unzählige Friseurläden, Kebap-Imbisse und die verschiedensten Sprachen prägen diesen Gemeindebezirk. Hier, in der Quellenstraße, fand die Eröffnung eines Projekts statt, das die nahelebenden Bewohner und viele Interessierte die nächsten Wochen begleiten wird. Ganz unter dem Motto „Urban Sounds Of Turkey” trafen in Festivalzentrum türkische Chöre ein, gefolgt von Musiker Hakan Vreskala.
In der Zwischenzeit konnte man die vielen Kunstprojekte bestaunen, einen 3D-Wrestling Film ansehen, sich selbst als DJ versuchen und die ersten Entwürfe des Workshops Post it! betrachten.
Und spätestens um 21 Uhr waren dann wirklich alle Gäste eingetroffen: pünktlich zum Open Air-Konzert von DJ n Ipek Ipekcioglu!
Fröhlich unter die Besucher hatte sich auch Wolfgang Schlag gemischt, Kurator von Into the City. Seit sieben Jahren organisiert er dieses Projekt, welches versucht die verschiedenen Stimmungen in Wien einzufangen und widerzuspiegeln. Was genau das für dieses Jahr bedeutet, erklärt er hier:
Was Bordelle mit den Wiener Festwochen zu tun haben, könnt ihr hier nachhören:
Er schafft es ernste Themen so zu verpacken, dass sie nicht nur gesellschaftskritisch sind, sondern auch Grundlage für Gespräche und Unterhaltung. Dieses Jahr gibt’s dieses besondere Projekt:
Woher er all diese Ideen hat, verriet er uns hier:
Wo und wie Ideen gefunden werden
Wie er so viele Leute motivieren konnte, mitzumachen, beschreibt er uns hier:
Anastasia Lopez
ITC will immer so viele und unterschiedliche Bewohner, „Communities” wie möglich erreichen, jeder, der kommt, ist willkommen. Eine der Aufgaben ist natürlich auch, das „typische Festwochenpublikum” erst einmal hierher in die Quellenstraße zu „lotsen”, zu überzeugen, dass hier auch etwas Faszinierendes stattfindet, das mindestens genauso spannend ist wie die Produktionen im 1. Bezirk.
Wolfgang Schlag darüber, warum dieses Projekt mit dem typischen Wiener Festwochen-Publikum gescheitert wäre, welche Zielgruppe ihn besonders interessiert und was ihm bei diesem Projekt deswegen wichtig ist:
Was Wolfgang Schlag interessiert
DJn Ipek, Tochter türkischer Migranten, die in Berlin lebt ist extra zum Auflegen für die ITC - Eröffnung nach Wien gekommen.
Einen Favoriten (haha!) hat Schlag bei den diesjährigen drei Themen, die jedes für sich sehr komplex sind, nicht: Die Projekte rund um das Festivalzentrum Quellenstraße, Paradis Artificiels und die Gran Lux -Veranstaltungen sind ihm alle gleich wichtig. Wie er auf die Gran Lux-Analogfilm-Produktion gekommen ist und wie sie sich zu dem, was sie jetzt ist, entwickelt hat:
Ein Projekt der ITC-Reihe, das ihn nachhaltig beeindruckt hat, war das 2009 stattfindende „Asian Village”. Der Kurator erklärt, worauf er an diesem Wochenende, das 15.000 Menschen in die Gumpendorfer Straße lockte, stolz ist, und was für diesen Erfolg notwendig war:
Fundort: Ein Hinterhof im 15. Bezirk
Die Planung für die Wiener Festwochen 2013 läuft jetzt schon auf Hochtouren, in der nächsten Saison wird sich Wolfgang Schlag einen lang gehegten Wunsch erfüllen:
ITC befasst sich mit politisch brisanten Themen wie Migration oder Prostitution, auf die Frage, ob ihm jemals aus politischer Richtung „auf die Finger geklopft” wurde, kann der Kurator aber getrost mit „Nein” antworten, manchmal werde aber schon mit der Stirn gerunzelt:
Die Festwochen haben schon eine Tradition darin, auch unangenehme Themen anzusprechen und diese niederschwellig-„volksnah” mit den kreativsten Konzepten „an den Mann zu bringen”. Für ITC ist das Hauptthema Kunst im sozialen Kontext, und man sieht sich als soziale Intervention im Stadtraum.
Kooperationen kommen bei ITC auch immer wieder vor, ein Muster lässt sich aber nicht erkennen, da man immer versucht, „auf der Reise zu bleiben”, es sei auch nur einmal vorgekommen, dass zwei Mal am gleichen Ort oder mit dem gleichem Partner gearbeitet wurde, es sei…
Kooperationen und stete Suche nach etwas Neuem
Diana Peutl


















































