“Diebe” von Dea Loher in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg ist ein Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin. „Diebe“ heißt das Stück, weil es Menschen gibt, die sich durch ihr Leben stehlen. Diese Menschen haben Angst vor ihrem eigenen Handeln. Sie gehen behutsam durch das Leben und hoffen nicht bemerkt zu werden.
Ein riesiges Rad, das die ganze Bühne einnimmt, dreht die Personen auf die Bühne. Das Rad ist eine witzige Abwechslung zu herkömmlichen Stücken und die Schauspieler werden dadurch teilweise zu richtigen Bewegungskünstlern. Sarkasmus und schwarzer Humor prägen das Stück.
Doch wenn man länger über die zwölf Personen nachdenkt, die alle unterschiedliche Schicksale leben, merkt man wie aussichtslos und verzweifelt sie eigentlich sind. Ein sehr trauriges Stück, das witzig aufbereitet ist und zum Nachdenken anregt. Ich habe das Theater positiv verlassen, mit der Aussicht, das jeder seine Zukunft selbst aktiv gestalten kann.
Pia-Maria Fünck
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