“melting pot” - Ein Konzert der Ultimative.

“melting pot” schildert eine musikalische aber auch soziale Vermischung von Musikgenres bzw. Kulturen. Wolfgang Schlag hat das Stück in Auftrag gegeben und dieses Wunderwerk ermöglicht. In einer Einführung mit dem Komponisten Bernhard Gander, MA21, EsRap und Streetlife Supreme erzählt uns der Komponist, dass er bereits früh Interesse an Musik gehabt und sich schon immer für sein Talent engagiert hat. Er schildert seine Arbeitsweise und seinen herkömmlichen Arbeitsalltag. Die Zusammenarbeit mit Jugendlichen bereitet ihm besondere Freude und Inspiration, beiläufig zeigt er uns mit Vergnügen seine bis jetzt längste Komposition “melting pot”. EsRap erzählt uns ihre Geschichte, wie sie zu Rap gekommen ist und es soweit gebracht hat. Sie schreibt ihre Texte selbst und rappt über soziale Themen, die in Wien Alltag sind. Ein Mitglied der Gruppe MA21, einer HipHop-Rap Gruppe, stellt sich mit seinen Kollegen vor und erzählt über die gelungene Zusammenarbeit mit dem RSO Wien und Bernhard Gander.

Es ist Freitag Abend und es herrscht eine hervorragende Stimmung in der Shopping Mall. Die Menschen drängen zur Bühne und können es kaum mehr erwarten bis das Konzert losgeht. Die Erwartungen sind hoch. Nach langem Warten der Zuschauer geht es endlich los. Die Künstler, das Orchester und die Musiker werden vorgestellt. Der Dirigent Cornelius Meister beginnt mit dem RSO Wien und Dj Zuzee steigt gekonnt mit ihren Electronics ein. Es ist ein wahrlicher Genuss für die Ohren. Die MA21 macht den Anfang mit Rap und das Publikum reagiert euphorisch. Der Dirigent Cornelius Meister bewegt sich passend zu dem Sound von Dj Zuzee/Waxolutionist und dem Orchester. Die Bühne wird abwechselnd in verschiedenen Farben beleuchtet und hinter dem Orchester, welches sich ebenfalls auf der geräumigen Bühne befindet, ist eine Leinwand installiert, auf welcher Videos, Texte der vorgetragenen Raps und Fotos zu sehen sind. Künstler wie Fii (Beatbox), Sara (Beatbox), Yasmin Hadef (Slam Poetry), MA21 (Rap), EsRap (Rap) und ihr Bruder, welche mit türkischem Gesang und Rap die Arena des Donauzentrum erfüllt haben, sitzen oder stehen seitlich auf der Bühne und warten jeweils auf ihren Part. Sara und Fii liefern eine ultimative Show mit ihren Beatboxing-Einlagen und überzeugen das Publikum sofort mit ihren Beats. Dann beeindruckt Yasmin mit Slam Poetry und erreicht die Köpfe der Zuschauer mit ihren Texten, welche sich mit sozialen, politischen und internationalen Problemen beschäftigen. Aber zu all den musikalischen Einlagen erregen Streetlife Supreme, die für ihre Tanzshows am Stephansplatz bekannt sind, mit ihrer Performance die komplette Aufmerksamkeit der Zuschauer. Begonnen bei “Windmills” bis zu “Head Spins” staunen die Zuschauer bei jedem Tanzmove der trainierten Breakdancer.

Foto: Sabine Pichler

Die Tatsache, dass der Schauplatz im Donauzentrum perfekt zu dieser Uraufführung passt und die gewisse Partystimmung zwischen all den Geschäften und Rolltreppen sorgen für noch mehr Unterhaltung und Begeisterung. Die Atmosphäre an diesem multikulturellen Abend ist mit Sicherheit, kontinuierlich am Höhepunkt gewesen.

Es folgen Interviews mit Streetacademy-Künstlern und eine Aftershowparty:

Interview mit Yasmin Hafedh (Slam Poetry)

Interview mit Fii (Beatbox)

Ich kann nur hoffen, dass es weitere Vorstellungen des Auftragswerkes geben wird, denn jeder, der nicht dabei gewesen ist, hat eindeutig was verpasst. Alle Beteiligten haben in jeder Hinsicht wirklich hervorragende Arbeit geleistet.

von Stella Whitney Fuhs

Zuschauerreaktion: Großartig!

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