In eigener Sache: Antwort auf eine E-Mail ohne Absender

Hallo liebe Blogleser.
In den letzten Tagen ist es etwas still geworden. Das wird sich jetzt ändern. Die versprochene Container-City-Berichterstattung kommt erst am Samstag, da Freitag erst schönes Wetter wird – bis jetzt gibt es echt nur hässliche Fotos. Aber bevor ich zu den heutigen Stücken komme die ich gesehen habe, ein unschönes anderes Thema.
Gestern Nacht (den 25. April) hat mich 1.10 Uhr eine “seltsame” bis unschöne Mail erreicht. Normalerweise hätte ich einfach nachgefragt um die Sache zu klären bzw. die vielleicht der Einfachheit ignorieren können – kann ich aber nicht. Denn die Person die mir die Mail gesendet hat, hat mich blockiert, so das ich nicht nachfragen oder darauf reagiere kann. Da er oder sie aber den Blog zu lesen scheint, würde ich gern hier kurz darauf reagieren – und vielleicht wird dann manchen auch mehr klar. Hier die Nachricht:

Am 25. April 2012 um 1.10 Uhr: “Du solltest dir echt überlegen, wo eure Zielgruppe ist, wer dazugehört und welche Medien man heutzutage ganz wertneutral zur Kommunikation benutzt. Ignorieren _ist_ eine bewusste Beleidigung, und wenn man nicht wei[ß], wie die lokale Kulturs[z]ene aussieht, ist es empfehlenswert, sich ein bis[s]chen an den üblichen Höflichkeitsregeln zu orientieren. / Dies ist eine informelle Mitteilung. / Tip[p]: Schmier[e] dir die Paranoia in den Hut. / [Yo]u lose. Keine Berichterstattung. / [B]ye.” (Schreibfehler korrigiert, Schrägstriche zeigen Zeilenumbrüche.)

Und meine “Stellungnahme”/Antwort dazu:
1. Satz: “Eure Zielgruppe” kann ich nicht im Namen der “Jungen Bühne” beantworten, aber für mich liegt die Zielgruppe bei 12- bis 25-jährigen jungen Theaterinteressierten. Das ist sehr schwer für Jugendliche zu schreiben die zum einen noch in die 5./6. Klassen gehen, wobei andere schone studieren – verdammt schwer allen gleich zu kommen, weder zu hoch noch zu einfach zu schreiben.
1.1 Welche Medien ich einsetzte; das ist der Text den ich schreibe, der meine Meinung vertritt und ansonsten Fotos und Videos. Diese Medien (F&V) sind beide absolut wertneutral, da sie alles genau so darstellen, wie es vor der Linse ist. Ich bearbeite meine Fotos nicht.
2. Ich weiß nicht wen ich ignoriere. Über die Woche besuche ich alle Stücke und Performances um breit gefächert und vollständig berichten zu können – und ich wette das kann keine Zeitung hier. Ich versuche dabei keine Kritiken zu schreiben, sondern auf formale, künstlerische und arbeitsorientierte Prozesse einzugehen, Inszenierungskonzepte vorzustellen und den Lesern einen Einblick in die neuen Theaterformen der Zeit zu zeigen; vor allem denjenigen, die bis dato nur eigenes Stadt- oder Schultheater kennen – so wie ich mit 14 Jahren.
2.1 Die lokale Kulturszene kenne ich nicht, das stimmt. Aber das spielt bei diesem Festival nur eine kleine Rolle – meiner Meinung nach bzw. für meinen Zweck – da ich für Deutschland schreibe und nicht ein Oldenburger Lokalblatt.
2.2 …und was verbindet das mit “üblichen Höflichkeitsregeln”? Ich schreibe manchmal mit einem Hauch Ironie – aber in erster Linie für junge Menschen ohne Theaterspezifische Ausbildung. Erika-Fischer Lichte sagte einmal: “Das wichtigste ist oft ins Theater zu gehen und im Anschluss darüber zu sprechen.” – und genau das versuche ich. Ich beleidige keinen und schreibe keine zerreißenden Kritiken, sondern versuche “Performancetheater” zu vermitteln.
3. Danke. Aber leider kann ich mit der nicht viel anfangen.
4. Seit wann habe ich Paranoia? Oh, da fliegt Peter Pan!
5., 6. und 7. >> Siehe 3.

Ich kann mit dem Geschrieben durchaus auf die Nase fallen. Aber in meinen Augen ist es das im eintretenden Falle wert.
Liebe Grüße und bis gleich zum nächste Blog, Eric.

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