Jetzt mal Klartext!

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Einmal im Leben Politiker sein, das wäre doch was… Aber was genau würdest du verändern?

Das ist die Frage die den Kindern und Jugendlichen in der Werkstatt „Einstimmig angenommen“ gestellt wird. Zum ersten Mal und extra für den 1. Heidelberger Kinder und Jugendkongress werden die Türen des Sitzungssaales im Heidelberger Rathaus für Außenstehende geöffnet. Und die angehenden Jungpolitiker nehmen sogleich auf den Sitzungsstühlen Platz.

Hier wird keine Zeit vergeudet, nach einer kurzen Vorstellungsrunde geht es auch gleich an Punkt eins der Tagesordnung: Was soll und muss verändert werden? Jeder darf einmal das Wort ergreifen und seine Meinung kundtun…und jeder hat auch mächtig viel zu sagen!

„Bei uns auf dem Schulhof liegen immer ganz viele Zigarettenstummel herum, manchmal glühen die sogar noch! Das sieht immer hässlich aus, ist eklig und außerdem gefährlich für die jüngeren Mitschüler!“, wird mit fester Stimme von einem Mädchen ins Mikrofon gesprochen.

„Ich find es total doof, dass die Busse mit denen ich mit meinen Klassenkameraden zur Schule fahre immer zu schlechten Zeiten kommen. Da muss man entweder einen früher nehmen und ist dann schon ne halbe Stunde zu früh auf dem Hof oder man kommt zu spät. Und manchmal kommt der Bus gar nicht und wir bekommen von den Lehrern den Ärger!“, kritisiert ein Junge.

Es wird fleißig debattiert und diskutiert und am Ende gibt es sogar eine kleine Jugendkongress-Wahl.

Die Leitung der Sitzung haben Vertreter des Heidelberger Jugendgemeinderates (JGR). Und die schreiben fleißig mit, was die Kinder und Jugendlichen zur Sprache bringen. Jeder Einwurf wird besprochen, hinterfragt und nach Lösungsvorschlägen für das Problem gesucht. Denn: Gerade die Jugend hat es schwer in der Politik zu Wort zu kommen, dabei sind es gerade die kleinen Kritiken und Verbesserungsvorschläge, die das Leben in einer Stadt zu einem zufriedenen machen. Die Stimme der Jugend darf nicht untergehen! Dafür sorgt der JGR mit 30 direkt gewählten Jugendvertreter/innen im Alter von 14 bis 19 Jahren. Dieser wird alle 2 Jahre neu gewählt und vertritt die Meinung der Jugend bei Ausschüssen und sogar gegenüber dem Oberbürgermeister.

Ganz schön interessant so ein Einblick in das Leben als Politiker, mal sehen was unsere Teilnehmer noch so erreichen werden! Vielleicht sehen wir sie in ein paar Jahren ja auf den Wahlplakaten…

Ein Gruppenbild der Jungpolitiker

Ein Gruppenbild der Jungpolitiker

 Artikel von Kim Dieregsweiler

 

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