Krönender Abschluss

Nach einigen spannenden Präsentationen der Kinder war es auch einmal Zeit, die Erwachsenen wieder zu Wort kommen zu lassen.

Um 17 Uhr begann im Zwinger3 des Theaters und Orchesters Heidelberg eine Podiumsdiskussion zum Thema „Interkulturelles Theater: Mehr als nur kulturpolitische Pflichterfüllung!?“.  Und an Menschen, die mitreden wollten mangelte es nicht, wie man sofort feststellen konnte, als man den Zwinger betrat. Unter der Moderation von Anna Koktsidou, einer freien Redakteurin des SWR, die sich privat ebenfalls für den Austausch und die Freundschaft zwischen Deutschland und Griechenland einsetzt („Kalimera Deutschland“), begann man über das immer mehr besprochene Thema Kultur und Integration zu reden. Denn gerade die Interkulturalität kann kulturellen Einrichtungen, besonders den Theatern, neue Handlungsmöglickeiten eröffnen. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Nicht nur, dass sich einem multikulturellen Theater viel mehr Spielraum bietet, nein, auch den Migranten wird dadurch geholfen. Denn Theater ist schließlich die Kultur eines Landes live auf einer Bühne dargestellt. Wer ins Theater geht, lernt die Kultur und auch die Sichtweisen des jeweiligen Landes besser und schneller kennen. So kann gerade das Theater zu einer wichtigen Brücke zwischen beispielsweise deutscher Kultur und Immigranten bilden. Eine…Integrationsbrücke sozusagen! Doch leider ist genau dieser Funke bei den meisten Theatern noch nicht übergesprungen. Wie also eben diesen Theatern interkulturelle Arbeit nahe bringen?

Bei so einem Thema darf es natürlich an politischer „Prominenz“ nicht mangeln. Den Anfang macht natürlich der Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. Aber auch andere wichtige Persönlichkeiten des Kulturbereiches, wie Holger Schultze (Künstlerischer Ausschuss des deutschen Bühnenvereins und Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg), Mergime Mahmutaj (Mitarbeiterin Abteilung Integration Stuttgart; Interkulturelle Öffnung der Kultureinrichtungen), Michael AlliMadi (Vorsitzender des Ausländer-/Migrationsrates Heidelberg) und Stefan Fischer-Fels (Künstlerischer Leiter GRIPS-Theater Berlin).  Ein weiterer Programmpunkt war eine Rede der Kulturwissenschaftlerin Dr. Azadeh Sharifi, die über das Thema Interkulturelles Theater referierte. Auch die Werkstattleiter des Jugendgemeinderates liesen es sich nicht nehmen, bereits hier die Meinung des Kinder und Jugendlichen zu vertreten! Schließlich sind wir hier immernoch auf dem KINDER- und JUGENDKongress!

Und so endete der 1. Heidelberger Kinder und Jugendkongress. Wir hatten sehr viel Spaß die Werkstätten zu besuchen und mitzuerleben, dass bereits die kleinsten Kinder begeistert vom Programm aber auch vom Theater Heidelberg an sich sind. Und hoffen, dass auch iher Freude daran hattet dieses Event mitzuverfolgen.

Von Teilnehmerseiten aus gilt jedenfalls bereits jetzt: Absoluter Wiederholungsbedarf!

Artikel von Kim Dieregsweiler

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