Archiv für die Kategorie „YoungStar Fest 2009“

YoungStar Reflector

Freitag, 19. Juni 2009

Das Symposium zum Fest

Thema: “Der künstlerische Prozess als didaktischer Prozess”

Als theoretische Diskursplattform des 15-tägigen Theaterfestivals YoungStar Fest auf Kampnagel, bei dem Hamburger Jugendliche mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Sparten zusammenarbeiten, ist der YoungStar Reflektor ein intensives Symposium, das sich mit den verschiedenen Aspekten der künstlerischen Arbeit mit Jugendlichen beschäftigt. Unter dem Motto „Der künstlerische Prozess als didaktischer Prozess“ setzen sich die KünstlerInnen, die Jugendlichen selber sowie TheaterpädagogenInnen, ErziehungswissenschaftlerInnen und LehrerInnen mit ihren Erfahrungen, Erlebnissen und ihrer (neugewonnenen) Sachkenntnis auseinander.

So fand am Samstag, den 13. Juni, sowie Sonntag, den 14. Juni ein intensives Symposium statt, von dem ich einige Eindrücke schildern möchte.

Am Samstag um 16:30 Uhr herrschte ein reges Kommen und Gehen in der [k]6, der größten Bühne von Kampnagel, in der die SymposiumsteilnehmerInnen die große Halle auf sich wirken lassen konnten und die Schülerinnen und Schüler teilweise verträumt an ihre Aufführungen zurückdachten, die sie gestern noch auf dieser Bühne vor einem begeisterten Publikum präsentierten. Dieser Nachmittag stand ganz im Zeichen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Raum mit ihren Erfahrungen und Geschichten füllten. Sichtlich gestresst gaben sich die teilnehmenden Gruppen die Klinke in die Hand und nahmen auf den Podiumsplätzen auf der Bühne platz. Jacques Palminger und seine jungen Schauspielerinnen hatten nur wenig Zeit und berichteten dennoch ausführlich von ihren Probenerfahrungen.

Am Ende zeigte sich, mit wieviel verschiedenen Arbeitsmethoden die Künstlerinnen und Künstler arbeiten und welch unterschiedlichen Wirkungen diese auf die Jugendlichen hatten. Während Jacques Palminger mit ganz klaren Vorstellungen sein Stück beherrscht, kann Zaimoglus Arbeitsweise eher mit Coaching beschrieben werden, Showcase Beat Le Mot hingegen ließen den Jugendlichen

Das YoungStar Fest will die Praxis künstlerischer Arbeit mit Jugendlichen neu denken, diskutieren und präsentieren. Damit ist das Festival das neue Format kreativer Jugendprojekte in Koproduktion von Kunstwerk e.V. und Kampnagel.
Ablauf:

Samstag 13.06.09 von 15:30- 18:30 Uhr

YOUNGSTAR PRODUKTION :
15:30-17:30 Uhr     Gespräche zum Prozess der künstlerischen Arbeit der YoungStar Produktionen mit den jungen DarstellerInnen der Projekte und den Künstlerinnen und Künstlern Feridun Zaimoglu, Jacques Palminger, Sylvi Kretzschmar und Samir Akika.
17:30-18:30 Uhr    Offene Diskussion

Moderation: Eva Maria Stüting

Sonntag 14.06. von  10- 15 Uhr

YOUNGSTAR: Schwarmintelligenz ausbeuten
10-13 Uhr         Interaktiver Workshop zu den Themen:
Theater oder Unterricht?
Theaterunterricht von Künstlern?
Was soll in der Schule gespielt werden?
Organisation: Theaterunterricht ohne Selbstausbeutung?
Festivals, Wettbewerbe…: Bereicherung oder Belästigung für den Schulalltag?

Gäste: Carsten Beleites, Olaf Bublay, Liz Rech, Matthias Quabbe, Gabi Bähr

Moderation: Sven Asmus

13-14 Uhr        Interaktive Pause
Präsentation der Workshop-Gruppen

14-14:30 Uhr:    Vortrag und anschließende Diskussion Dr. Sibylle Peters
14:30-15 Uhr :    Vortrag und anschließende Diskussion: Prof. Dr. Wolfgang Sting

In Kooperation mit der Universität Hamburg, Perfromance Studies Hamburg und Tusch - Theater und Schule.

Bewegung statt Stillstand (Mopo, 16. Juni 2009)

Dienstag, 16. Juni 2009

 “YOUNG STAR FEST” 16.06.2009

Bewegung statt Stillstand

Tanzstück über Rebellion und harte Realität - Regisseur

Samir Akika arbeitet mit Billstedter HipHop-Schülern

FLORIAN MERKEL

HipHop-Beats wummern durch den Kampnagel-Tanzsaal. In der einen Ecke wärmen sich Jungs in weiten Hosen mit teils waghalsigen Dehn- und “Lockerungs”-Übungen auf, in der anderen studieren dick bestulpte Mädchen bereits eine komplizierte Choreografie ein. Eifrig proben sie für das Tanzstück “660@k6″, das morgen im Rahmen des “Young Star Fest” Premiere feiert. So auch der Junge in der Mitte - doch Halt: Der da so leicht verlegen dem Treiben zusieht, ist der Regisseur, der algerisch-französische Choreograf Samir Akika (42). Was bedeutet Rebellion heutzutage für die Generation der 16- bis 20-Jährigen? Ist es ein kollektives Aufbegehren, oder sind es die kleinen Revolten des Alltags, die über Stillstand oder Veraänderung entscheiden? Diesen Fragen hat sich Akika, der sein Handwerk einst bei Tanz-Legende Pina Bausch erlernte, gemeinsam mit Mitgliedern der ”HipHop Academy Billstedt” angenommen, um daraus ”660@k6″ zu entwickeln. Rasant, furios, mitreißend soll das Stück sein. Aber eben auch ein authentisches Stück HipHop-Theater, das in Choreografien und Musik die Realität der Jugendlichen erzählt. Sieht man denen bei ihren Proben zu, ist eines klar: Stillstand ist out - Bewegung ist in!

Anders als bei den sonstigen Produktionen, die im Rahmen des Festivals “von Jugendlichen für Jugendliche” laufen, kann Akika auf ein erfahrenes Ensemble zurückgreifen. Etwa 20 Breakdancer, Sprayer und Beat-Boxer der “HipHop Academy” werden die größte Kampnagel-Halle “k6″ in einen überdimensionalen Performance-Park verwandeln. “Wir wollen die Energie der Jugendlichen nutzen, um diese riesige Halle mit ihren Themen zu füllen”, so Akika mit funkelnden Augen. Auch er hat diese Energie noch lange nicht verloren. Mit waghalsigen Übungen wird sich aufgewärmt (l.). Rechts unten: Rae (22), Esra (17), Emi (21) und Nilcan (17) studieren komplizierte Choreografien ein.

Gewalt Gespielt und ganz real (Hamburger Morgenpost, 10.6.2009)

Mittwoch, 10. Juni 2009

KAMPNAGEL 10.06.2009

Gewalt Gespielt und ganz real: Schüler machen Theater - Ein Probenbesuch

von FLORIAN MERKEL

Mit geschäftigem Ernst streunen sie dieser Tage übers Kampnagel-Gelände: unzählige Jugendliche, ein jeder beseelt, seinen Teil zu einem großartigen Kulturprojekt beizutragen. Mit einer Kostümparade wurde am Sonnabend das “Young Star Fest” eröffnet, das Kunstfestival von Jugendlichen für Jugendliche.

Ob Theater oder Musik, Tanz oder Performance - die Vorbereitungen für 15 Produktionen laufen auf Hochtouren. Die MOPO auf Probenbesuch. Der führt uns in Kampnagel-Halle 4 und zu einem der spannendsten Projekte dieses Festivals: Unter dem Motto “Young Writers - Ich schreib mich selbst” erarbeiten der deutsch-türkische Autor Feridun Zaimoglu und Co-Autor Günter Senkel seit einem halben Jahr mit Schülern der Gesamtschule Kirchdorf/Wilhelmsburg eigene Theaterstücke. Aus dem Leben der Jugendlichen ist der Inhalt der drei Einakter gegriffen, ihre Sprache bildet den dramatischen Text. Es geht um traditionelle Teenie-Sorgen, aber auch um die Probleme des Migranten-Milieus, um Gewalt und jenen diffusen Ehrbegriff, über den sich Moralwächter so gern ereifern.

Regisseur Zaimoglu, Erfolgsautor (”Kanak Sprak”) und Sprachrohr junger Deutsch-Türken, lässt dabei der Fantasie der Schüler freien Lauf. Allenfalls fungiert der 44-Jährige als Regie-Regulativ, gibt Denkanstöße. Ansonsten nimm er sich angenehm zurück, wie bei den Proben deutlich wird. Aktuell steht die Szene eines Vater-Tochter-Streits auf dem Plan: Tochter Miriam, gespielt von der 17-jährigen Nilab, kommt zu spät nach Hause, ihr Vater (Sofian, 17) ist erbost: “Wo hast du gesteckt, du Flittchen - und wie siehst du überhaupt aus?”, herrscht Sofian seine geschminkte Theater-Tochter an. “Aber Baba, das ist doch normal unter Jugendlichen”, wehrt sich Nilab alias Miriam, authentisch verzweifelt. Der Streit eskaliert - bis Sofian lachend abdreht: “Oh Mann, ich bin ein schlechter Vater!”

Zaimoglu applaudiert, lobt und gibt dezente Verbesserungsvorschläge, die die zwei dankbar annehmen. Man spürt: Er genießt Autorität unter den Kids. Aber er lässt sie auch oft genug gewähren, etwa wenn Klassen-Clown Esad (17) eine Prügelszene zur Slapstick-Einlage werden lässt. Seine Mitschüler lachen, Esad grinst zufrieden - um seiner Opferrolle im nächsten Anlauf beklemmende Todesangst zu verleihen. So trifft Spaß am Spiel auf ungezähmte Leidenschaft - die besten Voraussetzungen für einen spannenden Theaterabend!


Stimmen der YoungStars

Dienstag, 9. Juni 2009

In YoungStar Whisper findet ihr verschiedene Stimmen aus unseren Produktionen. Die meisten Eindrücke stammen von den jugendlichen TeilnehmerInnen des YoungStar Fest. Sie wurden gefragt, was ihnen am YoungStar Fest gefällt und was sie auch stört, aber vor allem, was diese Art der künstlerischen Produktion für sie bedeutet. Des Weiteren findet ihr einige interessante Zitate aus der Presse. Es lohnt sich immer wieder hier rein zu schauen, da ständig neue Stimmen von Presse, ZuschauerInnen und TeilnehmerInnen hinzukommen!

Said (Zaimoglu Projekt)
YoungStar ist eine großartige Chance und ein Zukunftsprojekt: Wir werden ernst genommen! Nicht nur von dem Künstler, sondern von dem ganzem Organisationsteam. Das Projekt hat meine Lust am Theater verdoppelt und meine Pläne für die Zukunft verändert.
Ein berühmter Künstler kann mich anders motivieren als ein Lehrer, Lehrer haben keine künstlerische Ausbildung.
Wir werden ermutigt und bestärkt, dass wir etwas können!
Im proffessionellen Theater aufzuführen ist ein großer Kick - nicht immer nur die Aula!
Wir werden nicht benotet! Wir sind freiwillig dabei und deshalb wissen wir warum wir es machen.
Aber dieses Theater braucht auch sehr viel Zeit und ist auch anstrengend.

Tera (Zaimoglu-Projekt)
Das Theaterprojekt YoungStar Fest war eine sehr gute Erfahrung in meinem Leben. Ich konnte in diesem Projekt meinen eigenen Ideen freien Lauf lassen und durch die Hilfe von Feridun und Gunther hat unser Theaterstück wirklich Leben bekommen.
Ich habe mich auch positiv durch das Theaterprojekt entwickelt, ich habe gelernt selbstbewusster aufzutreten, da ich weiß: ich kann gut schauspielern… Feridun und Gunther haben es gesagt, ich hab ein Talent das nicht viele haben und ich bin stolz drauf.
Ich würde es sehr gut finden wenn auch andere Schulen, oder unsere Schule auch im nächsten Jahr an so einem Theaterprojekt teilnimmt. Es bietet einfach die Perspektive zu zeigen was man hat und was man kann! Mir hat eigentlich alles ganz gut gefallen, außer das wir das zeitlich nicht wirklich planen konnten.

Fatima (Zaimoglu Projekt)
Dieses Projekt war ganz neu für mich: wir machen wirklich was selbst! Wir müssen nichts lernen, was uns nicht interessiert: wir machen nur unsere Sachen und es gibt keinen Zwang! Weil es keinen Leistungsdruck gibt, bin ich auch viel besser. Außerdem macht es Spaß auf Kampnagel zu sein, in nem richtigen Theater.
Fehler werden auch nicht kritisiert, und alle helfen, das es besser wird: wir arbeiten zusammen. Und am Ende haben wir was, worauf wir stolz sein können: Unser Stück!

Gugi (Bartenev Projekt)
Ich kann mir hier ausdenken und machen, was ich in echt nicht haben kann!

Jaru (Plaminger Projekt)
Es ist super, aber sehr anstrengend.
Alles ist erstmal von uns selber gemacht- und dann wird es von den verschiedenen Künstlern aufgenommen und umgesetzt. Wir machen uns Gedanken, wie wir die Ideen auf die Bühne bringen, das macht Spaß.
Alles sind voll dabei - und zwar alle bei der einen Sache!

Sandra (Silvi Kretschmar Projekt)
Mir ist das nicht klar genug, ich verstehe diese Art von Theater nicht. Ich dachte wir spielen Theater - und jetzt machen wir Filme und anderen Quatsch. Da sind meine ganzen Geschichten so wie ich sie geschrieben habe nicht mehr drin. Wir wollen Rollen haben und ein Stück.

Aj (Akika-Projekt)
Es ist toll, das wir als unproffessionelle Tänzer von Samir Akika als professionelle Tänzer gesehen und eingesetzt werden. Es ist super ein professionelles Theater wie Kampnagel von innen kennen zu lernen
Die Proben sind hart, von 18 Probentagen hatte ich einen Tag frei - neben der Schule ist das heftig - deshalb kommen einige manchmal nicht zu den Proben.

Ema (Akika-Projekt)
Es ist absolut unser Stück, es geht um unsere Geschichten, Situationen, die wir erlebt haben.
Hamburger Abendblatt, 6. Juni 2009

Das, was in in der Schule nicht zur Sprache kommt und auch sonst zu wenig Beachtung findet, soll im zweiwöchigen YoungStar Fest im Mittelpunkt stehen. “Ich habe den Jugendlichen Fragen gestellt”, betont der algerisch-französische Tänzer Samir Akika, “Wovor hast du Angst!? Worauf bist du stolz?”
Hamburger Abendlatt, 6. Juni 2009

“Für beide Seiten ist es eine tolle Sache.” sagt Eva Stüting, “die Künstler schätzen die unglaubliche Qualität der Jugendlichen, ihre unverstellten Ideen, ihre Leidenschaft und Energie. Bei den Jugendlichen hinterlässt die Produktione Spuren, die sie nie wieder verlieren.”
Hamburger Abendblatt, 6. Juni 2009

DIE LISTE DER VERBOTENEN DINGE. EIN WUNSCHTHEATER

Dienstag, 9. Juni 2009

Sibylle Peters, Hamburg

Kinder und Erwachsene erforschen das Theater [YoungStar Produktion]

Was ist richtig verboten und wäre doch zu schön um wahr zu sein? Welches Verbotsschild löst dieses Kribbeln aus, das bedeutet: jetzt erst recht? Kinder verschiedener Schulen erstellen die Liste der verbotenen Dinge. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern wird diese Liste in Versuchsszenarien verwandelt. Im Theater werden die Ergebnisse präsentiert. Auf diese Weise erleben die beteiligten Schulklassen nicht nur aufregendes Theater, sondern auch sich selbst als Teil der Inszenierung. Mit ihren großartigen Ideen und Produktionen hat die Leiterin des Projekts, Sibylle Peters, in den vergangenen Jahren bundesweit viel Anerkennung gefunden. Für Kinder der Klassenstufen 3 bis 6.

Eine Koproduktion mit dem Fundus Theater.
Mo-15.06. bis Mi-17.06. /20:00 /Fundus Theater
/Kinder 5 €, Gruppen ab 15 Kinder 4 €, Erwachsene 6 €, Premieren 8 €

POLITICS AND COLOURS

Dienstag, 9. Juni 2009

Showcase Beat Le Mot, Hamburg und Hamburger Jugendliche
[YoungStar Werkstatt]
Politik in Farbaktionen

Wie formuliere ich meine eigene politische Überzeugung, welche Zeichensysteme stehen mir dazu zur Verfügung, welche Orientierungshilfen gibt es in einer immer unüberschaubarer werdenden Welt? In einem dreitägigen Workshop arbeitet das Performance-Kollektiv Showcase Beat Le Mot mit Hamburger SchülerInnen zum Thema Politik und Farben und präsentiert eine politische Colour-Aktion. Der symbolische Umgang mit politischen Zeichen wird erarbeitet und szenisch ausprobiert. Fahnen- und Farb-Choreografien, visuelle Markierungen von Territorien, Schütt-Aktionen: Welche Möglichkeiten ergeben sich über die farbliche Zuordnung einer politischen Idee? Showcase Beat Le Mot eröffnen den TeilnehmerInnen spielerisch Perspektiven auf szenische Ausdrucksmöglichkeiten jenseits der Darstellung – die pure Aktion steht im Vordergrund.

Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung.
Sa-13.06. /20:00 /Vorhalle /12€ (8€ erm.)

Traumlabor Kopf

Dienstag, 9. Juni 2009


Sascha Piroth, Hamburg
[YoungStar Werkstatt]
Grafische Werkstatt für Träume

Was wünscht Ihr Euch?
Das Traumlabor erfüllt Eure Wünsche: Willst Du Dinosaurier reiten, als Mafia-Boss die Welt regieren oder wie eine Meerjungfrau Delfine küssen? Dein Traum sei mir Befehl – im Labor entstehen Bildcollagen, die jeden Wunsch umsetzen. Was und wer Du auch immer sein willst: Der Hamburger Künstler Sascha Piroth entwickelt mit Dir Dein ganz eigenes Bild, das dann während des Festivals auf Kampnagel ausgestellt wird. Die entstandenen Bilder werden am Ende des Festivals auf dem Traumlabor-Laufsteg von ihren Erfindern präsentiert. Denk Dich neu!

Sa-06.06. bis Sa-20.06. /jew. 1 Stunde vor und nach den Vorstellungen geöffnet

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HELL - Teuflische Szenencollage

Montag, 8. Juni 2009

hellSylvi Kretzschmar, Hamburg/ Erich-Kästner Gesamtschule Farmsen-Berne
[YoungStar Produktion]

Es kann gut tun, etwas kaputt zu machen. Ein voll aufgedrehter Verstärker kann Spaß machen und böser Krach in den Ohren klingeln. Engel sind nicht immer Engel und gut Gemeintes bringt nicht unbedingt Gutes hervor. Manchmal rettet ein Monster die Welt. Was ist DAS GUTE und was DAS BÖSE? Für Schüler einer 8. Klasse ist die Auseinandersetzung mit den Begriffen GUT und BÖSE Ausgangspunkt für dieses Bühnenprojekt. Mit sehr unterschiedlichen Mitteln aus Performance, Theater, Video, Fotografie und Musik nähern sie sich im Arbeitsprozess mit der Performance-Künstlerin Sylvi Kretzschmar gesellschaftlichen und persönlichen Fragen nach Moral, Wertmaßstäben und deren Definitionsmacht. Es geht um das Finden und Erfinden ganz eigener Geschichten, Bilder und Szenen, um die Hölle im Himmel und Heaven in Hell.

In Kooperation mit der Erich-Kästner Gesamtschule Farmsen-Berne.
So-14.06. bis Di-16.06. /19:00 /kmh /12€ (8€ erm.)

660@K6 - Ein Stück HipHop

Montag, 8. Juni 2009

Samir Akika, Frankreich/Algerien | HipHop Academy Hamburg
[YoungStar Produktion]

Was bedeutet Rebellion für die Generation der 16- bis 20-Jährigen in Deutschland am Anfang des 21. Jahrhunderts? Ist es ein kollektives Aufbegehren gegen bestehende Machtstrukturen oder sind es die kleinen Revolten des Alltags, die über Veränderung oder Stillstand entscheiden? Mit 660@k6 zeigt der in Essen lebende algerisch-französische Choreograf Samir Akika ein authentisches und ehrliches Stück HipHop mit 20 jungen B-Boys, Sprayern und Beat Boxern der HipHop Academy Billstedt und erzählt ihre Geschichten in Bildern, Choreografien und Musik. Ein schnelles, furioses Stück über Realität, eigene Welten, die Kraft des HipHop und was danach kommt.

In Kooperation mit der HipHop Academy Hamburgund K3 | Tanzplan Hamburg.
Mit freundlicher Unterstützung des Fonds Soziokultur und der Buhck Stiftung.
Mi-17.06. bis Fr-19.06. /20:00 /k6 /12€ (8€ erm.)

 

http://www.youtube.com/watch?v=XcCy9q2mftI

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Young Writers: Ich schreib mich selbst!

Montag, 8. Juni 2009

Feridun Zaimoglu | Günter Senkel | GSK Wilhelmsburg, Hamburg
[YoungStar Produktion]

Ich schreib mich selbst: Der Titel ist Programm. Seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 arbeiten der deutsch-türkische Autor Feridun Zaimoglu und sein Co-Autor Günter Senkel mit Schülern der Gesamtschule Kirchdorf/Wilhelmsburg an ihren eigenen Theaterstücken. Die Stücke entstehen da, wo die Wirklichkeit der Jugendlichen beginnt. Ihre Themen sind die Themen des Stückes, ihre Worte die Dialoge, der dramatische Text ist ihr Sprachrohr. Die jungen Autoren setzen ihre Stücke szenisch um und sind Hauptdarsteller ihrer eigenen Fantasie – es entstehen drei Theater-Shortcuts zu Themen wie Familie, Gewalt und Liebe unter der Regie von Zaimoglu/Senkel. Ein spannender Theaterabend: von Anfang bis Ende selbst gemacht.

In Kooperation mit der Gesamtschule Kirchdorf (GSK), Wilhelmsburg. Mit freundlicher Unterstützung des Fonds Kultur Bewegt und TuSch – Theater und Schule.
Fr-12.06. bis So-14.06. /19:30 /k1 /12€ (8€ erm.)

Gewalt, Gespielt und ganz real (Hamburger Morgenpost, 10.Juni 2009)

 

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