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	<title>junge bühne</title>
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	<description>Blog im jungen Theatermagazin</description>
	<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 14:39:13 +0000</pubDate>
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		<title>Mein Freund der Baum schmollt</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 14:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[
Die Oberhausener Inszenierung „Öffentliches Wohnzimmer&#8221; mit 15 Jugendlichen unter der Leitung von Nicole Schillinger empfängt die Zuschauer in einem gemütlichen Wohnzimmer: Ein Teppich und Sofas auf der Bühne laden zum Dazusetzen ein. Wer die Einladung annimmt, erlebt einen trashigen, rasanten Theaterabend irgendwo zwischen Variété und ökologischem Aufklärungsunterricht.
Erderwärmung, Atomkraft, Umweltverschmutzung, Artenschutz, Abfallentsorgung und Wasserverschmutzung. Von all [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_00.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4177" title="saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_00" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_00.jpg" alt="saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_00" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Die Oberhausener Inszenierung „Öffentliches Wohnzimmer&#8221; mit 15 Jugendlichen unter der Leitung von Nicole Schillinger empfängt die Zuschauer in einem gemütlichen Wohnzimmer: Ein Teppich und Sofas auf der Bühne laden zum Dazusetzen ein. Wer die Einladung annimmt, erlebt einen trashigen, rasanten Theaterabend irgendwo zwischen Variété und ökologischem Aufklärungsunterricht.</p>
<p>Erderwärmung, Atomkraft, Umweltverschmutzung, Artenschutz, Abfallentsorgung und Wasserverschmutzung. Von all dem lesen die Jugendlichen in der Zeitung und sie haben das Gefühl, das geht sie an: „Umweltschutz ist kein politisches, sondern ein privates Problem&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_06.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4176" title="saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_06" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_06.jpg" alt="saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_06" width="415" height="277" /></a></p>
<h3>„Ich habe mal versucht, eine Woche lang&#8230;&#8221;.</h3>
<p>Herrlich naiv berichten die Jugendlichen von ihren Versuchen, die Welt zu retten, indem sie auf die kleinen Sachen achten. Energie sparen und Abfall vermeiden ist gar nicht so einfach. Standby-Schalter, CO2-Bilanz und ökologischer Fußabdruck. Immer wieder Sätze wie von einer Verbraucherzentrale. Klingt das schon „moralisch&#8221;? Nervt das?</p>
<p>Nein. Keiner rechnet damit, dass die über eine Live-Kamera auf die Bühne projizierten Statements, Tipps und Appelle beim Publikum eine plötzliche und nachhaltige Verhaltensänderung bewirken. Aber versuchen muss man es trotzdem, scheinen die Oberhausener entgegnen zu wollen.</p>
<h3>„Klimaprognose mit 16 Buchstaben&#8230; Weltuntergang?&#8221;</h3>
<p>Songs wie „Mein Freund der Baum ist tot&#8221; oder „Wann wird&#8217;s mal endlich wieder Sommer&#8221; ironisieren das Planeten-Retter-Gerede von Konsumverhalten und Aufklärungsarbeit. Dazu tanzt das Ensemble ausgelassen und prügelt sich in Slow-Motion. Es treten unter anderem auf: Ein Eisbär, ein griesgrämiger Baum und ein schüchterner Alien. Alle tragen schräge Kostüme. Das ist nicht nur lustig und unterhält das Publikum, sondern unerlässliches Gegenstück zur trocken ernsten Auseinandersetzung mit Rohstoffverbrauch und Atomenergie.</p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_04.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4178" title="saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_04" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_04.jpg" alt="saschadominicrutzen_oeffentlicheswohnzimmer_220710_04" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Aufklärungstheater 2010, Konsumenten-Agitation, Umweltaktivisten im dritten Jahrzehnt, all das muss ironisch sein, muss die eigene Naivität und aufgebrauchte Rituale und Bilder persiflieren. Aussagen wie „Lasst uns unsere Erde so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben&#8221; sind sonst verdammt lächerlich und hilflos zu wirken. Ein Glück, dass „Öffentliches Wohnzimmer&#8221; mit einem deutlichen Augenzwinkern daherkommt. Das ist erfrischend.</p>
<p>Text: Julian Müller</p>
<p>Fotos: Sascha Rutzen</p>
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		<title>How would it be with you and me in the Utopia?</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 08:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[(aktuell) Pottfiction Sommercamp II]]></category>

		<category><![CDATA[auftakt]]></category>

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		<description><![CDATA[

Die U-Bahn Station Archäologiemuseum/ Kreuzkirche pulsiert. Performance, Tanz, Musik, Gesang, Projektionen. Das Stück „Linie 69“ bringt Leben in die U-Bahn Untergrundwelt. 14 Jugendliche des Jungen Schauspielhauses Bochum, Samir Akika, Alexandra Morales und Robert Kaltenhäuser inszenierten das Stück.
Jeder Zuschauer nimmt Platz auf dem gefliesten Boden der U-Bahn Plattform. Während im Hintergrund eine angenehme und ruhige Musik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_linie69_22071001.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4166" title="saschadominicrutzen_linie69_22071001" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_linie69_22071001.jpg" alt="saschadominicrutzen_linie69_22071001" width="415" height="277" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die U-Bahn Station Archäologiemuseum/ Kreuzkirche pulsiert. Performance, Tanz, Musik, Gesang, Projektionen. Das Stück „Linie 69“ bringt Leben in die U-Bahn Untergrundwelt. 14 Jugendliche des Jungen Schauspielhauses Bochum, Samir Akika, Alexandra Morales und Robert Kaltenhäuser inszenierten das Stück.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Jeder Zuschauer nimmt Platz auf dem gefliesten Boden der U-Bahn Plattform. Während im Hintergrund eine angenehme und ruhige Musik läuft, wird das Publikum willkommen geheißen und eingeladen sich auf das Stück einzulassen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Kabale und Liebe vs. Barbie-liebt-Ken-Beziehung</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In den darauf folgenden 90 Minuten dreht sich alles rund um das Thema Liebe &amp; Sexualität. Humor und Ernsthaftigkeit  im Einklang. Alte und neue Wertvorstellungen von Liebe sowie ihre Bedeutungen finden im Stück ihren Platz. Die tragische Liebesgeschichte von Louise und Ferdinand aus Schillers Werk „Kabale und Liebe“ vs. eine moderne  „Barbie-liebt-Ken-Beziehung“. Wir als Zuschauer werden angeregt uns mit dem Thema auseinander zu setzen:  Wäre es für mich in Ordnung, dass mein Freund mit anderen Frauen schläft, solange ich weiß, dass er mich liebt? Die Akteure starten eine hitzige Diskussion, die  im Chaos endet. Was ist überhaupt Liebe in meiner Utopie? Wie funktioniert sie und wo liegen ihre Grenzen?  Es wird klar:  Jeder Einzelne hat seine eigenen Vorstellungen und es ist nicht immer möglich auf einen gemeinsamen Nenner mit seinen Mitmenschen zu kommen.</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;">Neben Textauszügen von Loriot, Schiller und Hemingway kommt besonders Modern Dance als Ausdrucksmittel zum Einsatz. Hierbei gehen die Jugendlichen teilweise bis an ihre Grenzen. Die intensive Tanzform macht oftmals Worte überflüssig und schafft Raum für eigene Assoziationen und Interpretationen. Trotz Zitaten aus dem Russischen, die nicht jeder versteht, weiß man worum es in den Szenen geht.</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm; text-align: left;">
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;"><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_linie69_22071002.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4167" title="saschadominicrutzen_linie69_22071002" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_linie69_22071002.jpg" alt="saschadominicrutzen_linie69_22071002" width="415" height="277" /></a></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;"><strong>Paralleler Ablauf von Realität und Abstraktion </strong></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;">Das Stück ist sehr facettenreich. Die Schauspieler berichten von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen, aber auch darüber, wie schwierig es ist, vor fremden Menschen von Liebe und Sexualität zu erzählen. Denn in Linie 69 hat niemand die Möglichkeit sich hinter der Maske einer Rolle zu schützen. Vielmehr entwickelten die Schauspieler ein zweites Ich, sodass sie einerseits sich selbst spielen und gleichzeitig jemand anderen. Es werden selbst verfasste Lieder gesungen und private Gedanken geäußert. Themen, die in unserer Gesellschaft tabuisiert sind, werden angesprochen. Dass ist in manchen Momenten für den Zuschauer berührend.</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;">Die pottfiction Gruppe nutzt die ganze U-Bahn Station für sich, wobei diese stets für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Desöfteren  kreuzen Passanten die Bühne, sodass Realität und Abstraktion ständig parallel ablaufen. So gibt es  Szenen im Fahrstuhl, im Kiosk und auf der Toilette.</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;">Die Gruppe wird am Ende der Performance vom Publikum stürmisch gefeiert. Teile der<br />
Zuschauer werden auf die Bühne gezogen und zum tanzen aufgefordert. Der Rest lässt nicht<br />
lange auf sich warten. Bald ist der Zuschauerraum nur noch spärlich besetzt. Einen<br />
besseren Abschluss, als diese ausgelassen Party, hätte es für den Abend nicht geben<br />
können.</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;"><img class="aligncenter size-full wp-image-4168" title="saschadominicrutzen_linie69_220710001" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_linie69_220710001.jpg" alt="saschadominicrutzen_linie69_220710001" width="415" height="277" /></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;">Sarah Lena Tzscheppan, Vanessa Sabine Keller, Josina Schriek</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;">Fotos: Sascha Rutzen</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; line-height: 0.48cm;">
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		<title>18 Zentimeter bis zur Wirklichkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 16:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[(aktuell) Pottfiction Sommercamp II]]></category>

		<category><![CDATA[auftakt]]></category>

		<category><![CDATA[camp]]></category>

		<category><![CDATA[consol theater]]></category>

		<category><![CDATA[gelsenkirchen]]></category>

		<category><![CDATA[pottfiction]]></category>

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		<description><![CDATA[

Die 14 Gelsenkirchener pottfictionisten stellen unter der Leitung von André Wülfing und Fabian Sattler in ihrem Stück „Credo-findet mich das Glück?&#8221; das vielschichtige Leben in einem Mietshaus dar.
Hinter jeder Mauer schlummert eine Geschichte, die es meistens nicht schafft, durch die Betonwand in die Welt auszubrechen. Eigentlich sind sich alle ganz nah, aber kennt man sich? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 	 	 --></p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_credo_180710_05.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4143" title="saschadominicrutzen_credo_180710_05" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_credo_180710_05.jpg" alt="saschadominicrutzen_credo_180710_05" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Die 14 Gelsenkirchener pottfictionisten stellen unter der Leitung von André Wülfing und Fabian Sattler in ihrem Stück „Credo-findet mich das Glück?&#8221; das vielschichtige Leben in einem Mietshaus dar.</p>
<p>Hinter jeder Mauer schlummert eine Geschichte, die es meistens nicht schafft, durch die Betonwand in die Welt auszubrechen. Eigentlich sind sich alle ganz nah, aber kennt man sich? Dieser Frage widmet sich in erster Linie die junge Frau Aleska, die schon seit fast fünf Jahren dort wohnt. Im täglichen Trott grüßt man sich freundlich, aber intime und persönliche Gespräche kommen zu kurz. Jeder lebt für sich selbst, mehr oder weniger isoliert.</p>
<p>Aleska beobachtet alle und alles um sich herum. Sie verfolgt sehnlichst den Wunsch den Mietshausalltag zu verändern: die Nachbarn sollen zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen, die einander achtet und sich hilft.</p>
<h2>Schafft ein Neuanfang Abhilfe?</h2>
<p>Da kommt es gelegen, dass ein Neuer einzieht, Lars Friedrich. Dessen Einweihungsfeier erscheint als Gelegenheit das Zusammenleben positiv zu verändern. Sie erweist sich jedoch als Fehlschlag. Der Großteil der Mieter ist nicht interessiert. Aleska ist frustriert und entdeckt. dass sie die Lebensgeschichten der Anderen beeinflussen kann. Wortwörtlich greift sie zu Stift und Papier und verändert somit das reale Zusammenleben der Akteure. Was anfänglich Harmonie schafft, endet im Chaos.</p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_credo_180710_21.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4145" title="saschadominicrutzen_credo_180710_21" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_credo_180710_21.jpg" alt="saschadominicrutzen_credo_180710_21" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Raumläufe, sieben mobile Wände und Choreographien machen das gesamte Stück sehr belebt und interessant. Als Zuschauer beobachtet man gespannt: Man kann nur erahnen, wie die Geschichte ihren Lauf nehmen wird. Die Charaktere sind direkt aus dem Leben gegriffen und als Zuschauer zieht man eine Parallele zu sich selbst und seinen Erfahrungen. Wahrscheinlich kennt jeder eine Nachbarin wie Melissa, die es liebt sich das Maul über andere zu zerreißen und stets über die neusten Gerüchte der Mitbewohner informiert ist.</p>
<p>Sieben mobile Wände verknüpfen Schauspiel und Bühnenbild miteinander. In zahlreichen Choreographien kommen sie zum Einsatz wobei die Gelsenkirchener Präzisionsarbeit geleistet haben. Alles läuft tadellos. Das sparsam gehaltene Bühnenbild ist erfrischend und zeigt dass es nicht immer großen Aufwandes bedarf, um eine Geschichte überzeugend zu vermitteln.</p>
<h2>Allein unter vielen</h2>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_credo_180710_08.jpg"><img class="size-full wp-image-4144 alignnone" title="saschadominicrutzen_credo_180710_08" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_credo_180710_08.jpg" alt="saschadominicrutzen_credo_180710_08" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Bewegliche Wände schaffen Räume und zeigen die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, dem Einzelnen und den Anderen auf. In ihren schlichten schwarzen Kostümen wirken die Charaktere seltsam anonym und verloren in ihren eigenen Lebenswelten.</p>
<p>Trotz der abwechslungsreichen Elemente vergingen die 95 Minuten nicht ganz im Fluge. Gerade am Ende wirkt das Stück langatmig, weil sie das „Ich-verändere-Welt&#8221;-Motiv ausreizen und künstlich in die Länge ziehen.</p>
<p>Himmel und Erde zwischen Wunsch und Wirklichkeit, 20 m² Traumfläche und nur 18 cm bis zur Wirklichkeit: Es ist ein unterhaltsames Stück, das zum Nachdenken anregt. Wenn man etwas verändern möchte, geht das nur zusammen und mit Kommunikation.</p>
<p>Josina Schriek (Text)</p>
<p>Sascha Rutzen (Fotos)</p>
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		<title>Was bleibt von einem Jahr pottfiction?</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 16:22:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[auftakt]]></category>

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Ein Jahr lang hat pottfiction experimentiert, geprobt und gespielt. Finanziert von Sponsoren und Theatern. Es war immer alles schon da, was die Jugendlichen für ihre Arbeit brauchten. Proberäume, Technik, professionelle Hilfe? Kein Problem! Das hat das Projekt sehr erleichtert, viele junge Menschen neu an die Theater gelockt und Raum für spannende Aktionen und Inszenierungen geboten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/julianmueller_weltverbesserung_190710.jpg"><img class="size-full wp-image-4129 alignnone" title="julianmueller_weltverbesserung_190710" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/julianmueller_weltverbesserung_190710.jpg" alt="julianmueller_weltverbesserung_190710" width="415" height="311" /></a></p>
<p>Ein Jahr lang hat pottfiction experimentiert, geprobt und gespielt. Finanziert von Sponsoren und Theatern. Es war immer alles schon da, was die Jugendlichen für ihre Arbeit brauchten. Proberäume, Technik, professionelle Hilfe? Kein Problem! Das hat das Projekt sehr erleichtert, viele junge Menschen neu an die Theater gelockt und Raum für spannende Aktionen und Inszenierungen geboten. Aber wie geht es jetzt weiter? Was bleibt? Wie nachhaltig ist ein Jahr Kulturhauptstadt? Was wird aus der Zusammenarbeit der sieben Kinder- und Jugendtheater?</p>
<h2>Weltverbesserer-Universität im Abschlusscamp</h2>
<p><strong> </strong><br />
Das Abschlusscamp beschäftigt sich am heutigen Dienstag intensiv mit solchen Fragen und wählt dazu eine performative Form. Jugendliche und Pädagogen immatrikulieren sich in einer Weltverbesserungsuniversität. Es gibt Vorlesungen und Seminare und am Ende sogar eine Abschlussprüfung.<br />
Den Anfang machen der Zukunftsforscher und Unternehmensberater Heik Afheldt, die Journalistin und Netzwerk-Spezialistin Kathrin Passig sowie der Koch und Umweltaktivist Wam Kat. Jeweils Fünfzehn Minuten Input und Ermutigung bevor es in die Gruppenarbeit geht.</p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_weltverbesserung_190710.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4130" title="saschadominicrutzen_weltverbesserung_190710" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_weltverbesserung_190710.jpg" alt="saschadominicrutzen_weltverbesserung_190710" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Sechs Arbeitsgruppen durchwandern einen Beratungs- und Diskussionsparcours. Die Seminarthemen heißen: „Ein Dach für Kulturgrube e.V.“, „250.000 € für Camp3“, „Guerilla-Gardening und mehr“, Ohne Geld um die Welt“, „Wie sehen wir uns wieder“ und „Gibt es eine brauchbare Utopie?“. Stationen wie Rechtsberatung, Wirtschaftsprüfung oder PR-Nachhilfe werden jeweils von Experten moderiert. Wichtig ist aber, dass die Jugendlichen ihre eigenen Ideen einbringen. Was wird aus dem neu gegründeten Verein „Kulturgrube“? Gibt es ein Nachtreffen im September? Wer finanziert ein Intergenerationen-Nachfolgeprojekt?</p>
<h2><strong>Vom Luftschloss zum </strong>Probenraum</h2>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_weltverbesserung_190710_2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4128" title="saschadominicrutzen_weltverbesserung_190710_2" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_weltverbesserung_190710_2.jpg" alt="saschadominicrutzen_weltverbesserung_190710_2" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Manchmal drehen sich die Diskussionen in der Mittagshitze im Kreis. „Brainfuck“, nennt das eine Teilnehmerin. Oft wird aber sehr konkret diskutiert über Kulturförderanträge und Sponsorenverträge, über Genehmigungen und Organisationsformen. Hier fragen die Experten konkret nach, durchbrechen Satzhülsen und Allgemeinplätze. Kühne Visionen und machbare Pläne schließen sich nicht zwangsläufig aus. Ein Binnenschiff kaufen, eine Aktiengesellschaft gründen? Gerne, aber wie genau?<br />
Bei aller Skepsis bleibt am Ende doch Optimismus. „Macht euch auf den Weg, lasst es nicht bei einer Spinnerei bleiben“, ermutigt am Abend Frank Hörner vom Gastgeber theater kohlenpott. Auf geht’s.</p>
<p><em>Eine ausführliche Dokumentation aller Ergebnisse folgt.</em></p>
<p>Julian Müller</p>
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		</item>
		<item>
		<title>„Du bist anders. Wir sind verschieden.“</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 14:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[(aktuell) Pottfiction Sommercamp II]]></category>

		<category><![CDATA[auftakt]]></category>

		<category><![CDATA[pottfiction]]></category>

		<category><![CDATA[Schlagwort hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der vierte Tag, die dritte Aufführung. Die pottfiction-Gruppe des HELIOS Theaters aus Hamm spielt zum Thema „Zusammenleben“. Das Stück heißt Raumteiler und wurde von Barbara Kölling, Katja Ahlers, Stefan Blank und Steffen Moor inszeniert. 

Darf ich bei dir wohnen?

Schon das Bühnenbild bezieht die Zuschauer räumlich mit ein. Man sitzt um eine rechteckige Bühne herum, an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der vierte Tag, die dritte Aufführung. Die pottfiction-Gruppe des HELIOS Theaters aus Hamm spielt zum Thema „Zusammenleben“. Das Stück heißt Raumteiler und wurde von Barbara Kölling, Katja Ahlers, Stefan Blank und Steffen Moor inszeniert. </p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/julianmueller_raumteiler_190710_09.jpg"><img src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/julianmueller_raumteiler_190710_09.jpg" alt="julianmueller_raumteiler_190710_09" title="julianmueller_raumteiler_190710_09" width="415" height="266" class="aligncenter size-full wp-image-4109" /></a></p>
<p><strong>Darf ich bei dir wohnen?<br />
</strong><br />
Schon das Bühnenbild bezieht die Zuschauer räumlich mit ein. Man sitzt um eine rechteckige Bühne herum, an allen vier Seiten sind Bänke aufgestellt.<br />
Das Licht geht aus und die Musik an. Das Stück beginnt mit leichten Bewegungen. Zaghaft kommen die Schauspieler hinter den Leinwänden, den Raumteilern, hervor auf die Bühne.<br />
Es folgt eine lockere Szenenfolge, die verschiedene Facetten des Zusammenlebens ganz unterschiedlich zeigt. Zum Beispiel Alt und Jung, Sie und Er, Familie und Nachbarn.<br />
Das Publikum wird angesprochen: „Darf ich bei dir wohnen? Und zu welchen Bedingungen?“<br />
Jetzt erfüllt die Sitzordnung ihren Zweck, denn Publikum und Schauspieler befinden sich auf einer Ebene und können kommunizieren. Manchen ist das unangenehm, während andere sich auf ein Gespräch begeistert einlassen. Das Konzept geht also teilweise auf.<br />
Es gibt sehr zärtliche Szenen. Wenn die Darsteller sich zur Musik annähern ist der Zuschauer berührt. In immer neuen Konstellation nähern sich die Jugendlichen an.<br />
Doch dann der Bruch. „Du bist anders“ in sämtlichen Sprachen. Beziehungsprobleme, jeder will das Beste für den Anderen oder das Beste für sich selbst. Das kann nicht immer funktionieren.<br />
Auch persönliche Berichte von Menschen, die auf der Straße befragt wurden, kommen zum Einsatz. Die Bürger berichten offen, wie sie leben und mit wem sie leben. Durch O-Töne kommen Menschen aus allen Altersklassen zu Wort. Alle leben anders zusammen.<br />
Dieses Persönliche gibt dem Stück etwas Besonderes. Es ist nichts erfunden. Die Gruppe hat durch die Berichte ein Mittel gefunden, frei von Klischees zu zeigen, wie Zusammenleben sein kann.</p>
<p><strong>Große Vielfalt</strong></p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/julianmueller_raumteiler_190710_141.jpg"><img src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/julianmueller_raumteiler_190710_141.jpg" alt="julianmueller_raumteiler_190710_141" title="julianmueller_raumteiler_190710_141" width="415" height="277" class="aligncenter size-full wp-image-4112" /></a></p>
<p>Es werden viele künstlerische Mittel genutzt. Die Darsteller sprechen in Chören, tanzen oder zeigen Dias. Sie malen mit Kreide, verwischen, hinterlassen ihre Fußabdrücke im Kreidestaub. Die Raumteiler werden für ein Schattenspielgenutzt. Die Darsteller bilden mit verschiedenen Bewegungen eine ineinander verzahnte Maschine. Ganz unterschiedliche Formen von Ästhetik finden in diesem Stück ihren Platz.<br />
Am Ende werden die Raumteiler verschoben. Nun trennen sie die Bühne nicht mehr in zwei Hälften, sondern sind im Raum verteilt. Die ganze Bühne wird genutzt. Es finden wieder Begegnungen statt. Die Spieler sitzen zwischen den Leinwänden und lernen sich kennen.<br />
Die Form die Hamm gewählt hat, ist sehr passend um das Thema „Zusammenleben“ zu präsentieren. Keine festen Rollen, keine feste Handlung, eine große Vielfalt. Das Spiel ist auf dem Punkt. Es sind schöne 50 Minuten Theater.</p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_raumteiler_190710_02.jpg"><img src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_raumteiler_190710_02.jpg" alt="saschadominicrutzen_raumteiler_190710_02" title="saschadominicrutzen_raumteiler_190710_02" width="415" height="277" class="aligncenter size-full wp-image-4121" /></a></p>
<p>Sarah Lena Tzscheppan<br />
Fotos:Julian Müller,Sascha Rutzen</p>
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		<title>„Ich will Dreck im Gesicht“ besticht durch Dynamik</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 08:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[(aktuell) Pottfiction Sommercamp II]]></category>

		<category><![CDATA[auftakt]]></category>

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		<description><![CDATA[
Gesundheitswahn, Sicherheitswahn, Verfolgungswahn, Vernunft als Dogma: Stasi 3.0 meets Huxleys „Schöne Neue Welt“. Das Herner Stück „Ich will Dreck im Gesicht“ entwirft eine Gesellschaft, regiert von Logik, keine Chance aus der Reihe zu springen, keine Chance für Irrationalität, Zweifel, Zerstörung. Jeder Lebensabschnitt ist vorbestimmt, jeder Tagesabschnitt strukturiert, auf die Sekunde kalkuliert.
Eine technokratische, kalte Dystopie. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_170710_herne31.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4160" title="saschadominicrutzen_170710_herne31" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_170710_herne31.jpg" alt="saschadominicrutzen_170710_herne31" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Gesundheitswahn, Sicherheitswahn, Verfolgungswahn, Vernunft als Dogma: Stasi 3.0 meets Huxleys „Schöne Neue Welt“. Das Herner Stück „Ich will Dreck im Gesicht“ entwirft eine Gesellschaft, regiert von Logik, keine Chance aus der Reihe zu springen, keine Chance für Irrationalität, Zweifel, Zerstörung. Jeder Lebensabschnitt ist vorbestimmt, jeder Tagesabschnitt strukturiert, auf die Sekunde kalkuliert.<br />
Eine technokratische, kalte Dystopie. Die durchnummerierte Menschheit von morgen lebt in Boxen, die aussehen wie Stockbetten mit integriertem Flachbildschirm. So stellen sich 23 Herner Jugendliche vom theater kohlenpott unter der Leitung von Till Beckmann, Frank Hörner und Jasminka Wrobel ihre Zukunft vor. In einem beeindruckenden Bühnenbild voller Elektroschrott erzählen sie die Geschichte von Aluminia, die vor ihrer futuristischen Zwangsvermählung mit einem Unbekannten, aber genetisch genau auf sie abgestimmten Partner, steht.<br />
In dieser Welt markiert das „Sichtfest“ die Halbwertszeit menschlichen Lebens: Küsse und ihre „ekelerregenden“ Folgen – Geschlechtsverkehr, Schwangerschaft und Geburt – sind ausgerottet, Reproduktion findet mit nur mit dem perfekten Partner im Reagenzglas statt.<br />
<a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_170710_herne6.jpg"><img class="alignnone size-full  wp-image-4158" title="saschadominicrutzen_170710_herne6" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_170710_herne6.jpg" alt="saschadominicrutzen_170710_herne6" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Beim Sichtfest erfolgt die Zuordnung. Doch die Genkompatibilität kennt keine Sympathie, und erst recht keine Liebe.<br />
Als die junge Frau sich dann Hals über Kopf in Wynten verliebt, rebelliert sie gegen die Vermählung, ihre Eltern und das gesamte totalitäre System. Was dieses große Böse, das Ganze konkret sein soll, bleibt unklar.<br />
Wer ist „Voib“, der Menschenroboter mit einem Monitor anstelle des Kopfes? Wer sind die Gesichtslosen? Sind das die Autoritäten? Exekuteure des Systems? Ehemalige Rebellen? Warum beten die weiß kostümierten – und schon deshalb unheimlich gleichgeschaltet wirkenden – Bewohner der Dystopie „in großer Demut vor der Logik“?</p>
<p>Solche Fragen lässt das Stück offen. Die logischen Zusammenhänge zu erschließen, bleibt dem Zuschauer selbst überlassen.</p>
<p>Hervorragend sind Spielfreude und Dynamik des Ensembles. Darüber vergisst man, über die oft verwickelte Handlung nachzusinnen.<br />
„Ich will Freiheit, Geilheit, Dreck im Gesicht“, rufen die Jugendlichen als die Handlung ihren Höhepunkt erreicht. Das klingt auswendig gelernt. Die Wut ist echt, aber die im Chor erhobene Faust etwas abgedroschen Überraschend heißt es dann: „Die Revolutionssimulation ist jetzt beendet“.<br />
Ein doppelsinniges Finale. Spiel mit Wahrnehmung. Ist das System so einfach zu überlisten?</p>
<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_170710_herne2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4159" title="saschadominicrutzen_170710_herne2" src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/saschadominicrutzen_170710_herne2.jpg" alt="saschadominicrutzen_170710_herne2" width="415" height="277" /></a></p>
<p>Inhaltlich kommt vieles zusammen: Die Vision eines totalitären Systems, Entfremdung von Mensch und Natur, das Ende der „echten Liebe“ im Chatzeitalter, und dann eine diffuse Rebellion gegen all das.<br />
Der Herner Theaterabend reißt das Publikum mit. Musik und Humor, vor allem aber zwei Dutzend konzentrierte Schauspieler schaffen das, was einem oft nicht ganz stringenten Plot nicht gelingt: Sie machen glaubhaft, dass es da was zu klären gibt. Da ist etwas, das uns Angst macht vor der Zukunft und wir wollen, dass es nicht so weit kommt.</p>
<p>Enis Maci, Julian Müller (Text)</p>
<p>Sascha Rutzen (Fotos)</p>
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		<title>Impressionen eines Festivalteilnehmers</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 12:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[(aktuell) Das 4. Treffen der bayerischen Theaterjugendclubs]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute sind wir angekommen,
 wir sahen ein schönes Stück,
der Rest der Nacht ist verschwommen.
Ich will nicht mehr zurück.
Viele nette Menschen kennen gelernt,
welche ansonsten sehr weit entfernt.
Wir haben getrunken und waren besoffen.
Haben uns verloren und wieder getroffen.
Partylaune und gute Stimmung.
Das Theater ist unsere Bestimmung.
Schokolade, Äpfel und Bionade,
bald gehen zu müssen, das ist schade&#8230;
von Koray aus Regensburg
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sind wir angekommen,<br />
 wir sahen ein schönes Stück,<br />
der Rest der Nacht ist verschwommen.<br />
Ich will nicht mehr zurück.</p>
<p>Viele nette Menschen kennen gelernt,<br />
welche ansonsten sehr weit entfernt.<br />
Wir haben getrunken und waren besoffen.<br />
Haben uns verloren und wieder getroffen.</p>
<p>Partylaune und gute Stimmung.<br />
Das Theater ist unsere Bestimmung.<br />
Schokolade, Äpfel und Bionade,<br />
bald gehen zu müssen, das ist schade&#8230;</p>
<p>von Koray aus Regensburg</p>
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		<title>Regensburg gewinnt</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[(aktuell) Das 4. Treffen der bayerischen Theaterjugendclubs]]></category>

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		<description><![CDATA[Der TheaterJugendClub aus Regensburg hat den Publikumspreis des Festivals gewonnen.
Die Inszenierung »Frühlingserwachen« hat die beste Bewertung von allen Teilnehmern bekommen.
Somit überreichte am Sonntag, 19.07.10, der Schirmherr des Festivals, Oberbürgermeister der Stadt Memmingen Dr. Ivo Holzinger, den Regensburgern die Trophäe und der Landestheater Schwaben Intendant Walter Weyers als Gastgeber einen Buchpreis.
Wir alle gratulieren den Regensburgern zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/preisverleihung_web.gif"><img src="http://www.die-junge-buehne.de/blog/wp-content/uploads/preisverleihung_web-273x300.gif" alt="Verleihung des Publikumpreises" title="Verleihung des Publikumpreises" width="273" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-4095" /></a>Der TheaterJugendClub aus Regensburg hat den Publikumspreis des Festivals gewonnen.<br />
Die Inszenierung »Frühlingserwachen« hat die beste Bewertung von allen Teilnehmern bekommen.</p>
<p>Somit überreichte am Sonntag, 19.07.10, der Schirmherr des Festivals, Oberbürgermeister der Stadt Memmingen Dr. Ivo Holzinger, den Regensburgern die Trophäe und der Landestheater Schwaben Intendant Walter Weyers als Gastgeber einen Buchpreis.</p>
<p>Wir alle gratulieren den Regensburgern zu ihrer tollen Inszenierung!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Heiße Diskussionen: »Und wie lief das bei Euch?«</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:17:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[(aktuell) Das 4. Treffen der bayerischen Theaterjugendclubs]]></category>

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		<description><![CDATA[Über jede der insgesamt sieben Inszenierung haben die Jugendlichen intensiv diskutiert. Natürlich interessierte die Teilnehmer wie die Arbiet an den anderen Theatern so läuft. Wie erfolgte die Projektauswahl? Immerhin traten 5 Gruppen mit einer Eigeninszenierung an. Doch auch um die Inhalte der Stücke wurde diskutiert - das oft auch sehr emotional und heftig.
Immerhin beschäftigten sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über jede der insgesamt sieben Inszenierung haben die Jugendlichen intensiv diskutiert. Natürlich interessierte die Teilnehmer wie die Arbiet an den anderen Theatern so läuft. Wie erfolgte die Projektauswahl? Immerhin traten 5 Gruppen mit einer Eigeninszenierung an. Doch auch um die Inhalte der Stücke wurde diskutiert - das oft auch sehr emotional und heftig.<br />
Immerhin beschäftigten sich die Inszenierungen mit Themen wie dem Leistungsdruck auf die Jugendlichen (»Ich bin das Beste von Heute« aus Augsburg, Drogenmissbrauch und der Gefahr des abrutschend in die Beschaffungskriminalität - aber auch mit der sozialen Verantworung gegenüber anderen (»Chance« aus Bamberg).</p>
<p>Auch politisch wurde es. Mit »Genua 01« wurde von der Gruppe aus Ingolstadt das Thema Globalisierung themasitiert. Dabei auch die Konflikte mit der Staatsgewalt, wenn bei G8-Gipfeln demonstriert wird.</p>
<p>Eine historische Auseinandersetung mit dem Thema »Jugend im Holocaust« leistete der Club aus Memmingen. Und brachte den Teilnehmern ein Thema auf einer Ebene näher, wie es nackte Opferzahlen um Schulunterricht oft nicht leisten können.</p>
<p>»7th Level« vom Theter Netzwerk, einer Gruppe, die aus dem Theaterjugendclub Augsburg hervorgegangen ist, wurde philosophisch. In wie weit bin ich auf der Bühne ich oder eine Rolle? Eine Frage, die für Jungschauspieler ein großes Potential beinhaltete.</p>
<p>Die Diskussion mit den Teilnehmern der Kammerspiele München drehte sich dann beinahe schon um theaterreferentielle Themen, da die drei Inszenierungen bewußt eine fordernde Ästhetik zeigten, die dem Publikum unabhängig von der Thematik demonstrierte, was Theater stilistisch vermag.</p>
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		<title>Das 4. Theatertreffen ist vorbei</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 09:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[(aktuell) Das 4. Treffen der bayerischen Theaterjugendclubs]]></category>

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		<description><![CDATA[4 Tage Jugendtheater liegen hinter uns und wir haben eine Menge erlebt. Die 120 teilnehmenden Jugendlichen des Theaterclubtreffens haben insgesamt 7 Aufführungen gesehen und selbst gespielt. Am Samstag abend fand das Festival dann einen ersten Höhepunkt bei der Party, auf der alle gemeinsam feierten. Am Sonntag sollte dann mit der Verleihung des Publikumspreises die beliebteste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>4 Tage Jugendtheater liegen hinter uns und wir haben eine Menge erlebt. Die 120 teilnehmenden Jugendlichen des Theaterclubtreffens haben insgesamt 7 Aufführungen gesehen und selbst gespielt. Am Samstag abend fand das Festival dann einen ersten Höhepunkt bei der Party, auf der alle gemeinsam feierten. Am Sonntag sollte dann mit der Verleihung des Publikumspreises die beliebteste Inszenierung ausgezeichnet werden.</p>
]]></content:encoded>
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