Pottfiction 2010 / Camp 2

20. Juli 2010

Krönender Abschluss des pottfiction-Jahres wird das große Abschlusscamp vom 16. bis 25. Juli 2010 an den Flottmann-Hallen Herne. Für 180 Jugendliche entsteht ein Ort, an dem die Utopie einer besseren Welt aktiv gelebt und in die Tat umgesetzt wird. Am Kochtopf und im Camprat genauso wie auf der Bühne und in der Fußgängerzone. Tagsüber geht es mit Aktionen und Performances hinaus in den öffentlichen Raum; Künstler und Experten aus ganz Europa unterstützen die Jugendlichen dabei. Während des gesamten Camps präsentieren die jungen Zukunftsvisionäre gemeinsam mit den Theatern jeden Abend ab 20.00 Uhr die Jahresergebnisse ihrer künstlerischen Entwürfe in Festivalatmosphäre der Öffentlichkeit. Wer abends Lust auf mehr hat, tanzt sich unter der Discokugel den Kopf frei und schmiedet am Lagerfeuer Zukunftspläne und Komplotte.

Einblick in “Genua 01″ vom Theater Ingolstadt

14. Juli 2010

Einblick in M8MIT! Kammerspiele München

5. Juli 2010

Wenn Jugendliche etwas zu sagen haben, spielen sie zum Beispiel Theater. Eine Spielzeit lang haben sie sich in den Theaterjugendclubs der Münchner Kammerspiele Überblick verschafft. Unter der Leitung von Schauspielern und Regieassistenten setzten sie sich mit dem Spielzeitthema auseinander: SICHER IST SICHER! Sie haben recherchiert, improvisiert und szenische Experimente gewagt. Entstanden sind fünf Eigenproduktionen, in denen die Jugendlichen ihre spielerischen Zugriffe präsentieren. Zeig dich, Theater! Zeig dich Gegenwart!

Ausschnitte aus den fünf Eigenproduktionen werden beim 4. Treffen der bayerischen Theaterjugendclubs zu sehen sein!

Hier eine Kurzdoku über das M8MIT Festival an den Münchner Kammerspielen, entstanden während eines FSJ-Videoworkshops an den beiden Festivaltagen.

Heute Abend ist Premiere

25. Juni 2010
Shavleg Armasi (Padre Guardiano), Daniel Magdal (Alvaro) und Adva Tas (Leonora) - Foto: Silke Winkler

Shavleg Armasi (Padre Guardiano), Daniel Magdal (Alvaro) und Adva Tas (Leonora) - Foto: Silke Winkler

An unserem letzten Tag des Festival-Blogs wünschen wir allen Beteiligten für die heutige Premiere Toi, toi, toi und allen Besuchern der diesjährigen Schlossfestspielen einen spannenden Opernabend.

Nina Heinrich und Fabian Holthus

Die Generalprobe und die Fußball-WM

24. Juni 2010
Volle Ränge bei der Generalprobe - Foto: Silke Winkler

Volle Ränge bei der Generalprobe - Foto: Silke Winkler

Gestern Abend war es soweit: Die große, letzte Probe von Die Macht des Schicksals fand auf dem Alten Garten bei herrlichem Wetter statt. Die Generalprobe war nicht nur für die Mitwirkenden der letzte Testdurchlauf, sondern auch für das Servicepersonal der ingold airlines, denn das Bodenpersonal ist Teil der fiktiven Fluggesellschaft (siehe hier), darunter die Programmverkäufer, das Catering- und Abenddienstpersonal. So konnte man noch sehen, wo es wackelt und es noch etwas zu verbessern gilt.

Erstaunlicherweise klappten alle Übergänge wunderbar, das von den Pyrotechnikern entfachte Feuerwerk brachte die Besucher zum Staunen. Lustige Szenen wechselten sich mit berührenden Szenen ab.

Nur eine Sache vermochte die Atmosphäre kurz zu trüben: Der Sieg Deutschlands beim abendlichen Fußballspiel (und das auf der Freilichtbühne im Schlosspark stattfindende Public-Viewing) überschnitt sich mit dem ersten Teil der Probe. So dröhnten zwischen dem Schicksalsmotiv und der Leonora Arie des 2. Aktes Vuvuzelas durch die Luft. Vereinzelt Fangesänge vermochten die Darsteller nicht zu irritieren und so konnten die Besucher auf der vollbesetzten Tribüne bis kurz vor Mitternacht einen spannenden Opern-Abend genießen.

Mit diesen Erlebnissen freuen uns auf ein schönes, Vuvuzela-freies Premierenwochenende.

Fabian Holthus

Das Programm steht!

24. Juni 2010

In gedruckter Form wird das Programmheft für “theater spielen 2010″ in der nächsten Woche endlich vorliegen. Hier gibt’s aber vorab schon mal für alle Neugierigen Infos zu den Stücken und die Spieltermine.

Außerdem gibt es noch eine kleine Änderung: leider musste der Theaterjugendclub des Staatdtheaters Nürnberg kurzfristig absagen. Wir freuen uns sehr, dass dafür das THETER Netzwerk Augsburg spontan einspringt und sein Stück “7th Level” zeigt!

Anmeldung und Reservierung für alle Vorstellungen bitte unter 08331/9459-14 - der Eintritt ist frei!

Viel Spaß beim Neugierig-werden!

Wir sehen uns im Juli!

LiteraturClub Landestheater Schwaben

24. Juni 2010

Donnerstag, 15.07.10, 17.30 Uhr

»Doch ich lebe immer noch«

»Wenn die Älteren miteinander sprachen, dann wollte ich es auch wissen und hörte so zu, dass sie mich nicht sahen. (…) Ich wusste nicht, was das Wort “Aussiedlung” bedeutet. (…) Später sah ich, wie die Deutschen das Ghetto mit einer roten Mauer einmauerten, und Mama begann ein Gespräch mit Papa, so, dass ich nichts hören konnte. Ich verstand, dass sich etwas Unangenehmes anbahnte, wenn Papa so mit Mama spricht, dass ich nichts hören kann.«

Seweryn Dobrecki, geb. 1936

Die Jugendlichen des LiteraturClubs konfrontieren sich und ihr Publikum mit den Aufzeichnungen jüdischer Kinder, die den Holocaust überlebt haben. Es sind Botschaften aus völlig fremden, unvorstellbaren Lebensumständen, zu Protokoll gegeben von Kindern und Jugendlichen, denen ein normales Aufwachsen verwehrt blieb.

Jenseits von schulischem Faktenwissen begeben sich die Jugendlichen aus Memmingen in eine szenische Auseinandersetzung zum Thema Holocaust. Einfühlendes Nachspielen kann nur scheitern. Darum versuchen sie sich erzählend der Lebenswirklichkeit ihrer damaligen Altersgenossen anzunähern, probieren improvisierend, mit Mitteln des Theaters, dazu Bilder zu finden, die ihnen die Überlebensprotokolle begreifbarer machen.

Ein Gedenken der anderen Art.

Projektleitung: Joséphine Weyers

Künstlerische Leitung: Alexander May

Bühnenbild und Kostüme: Sabine Manteuffel

Dramaturgie: Butz Buse

Theaterpädagogik: Miriam Hanf

Mit: Annika Bentele, Franziska Cramer, Román Degenhart, Ann-Kathrin Eberhard, Friederike Faas, Kim Földing, Maria Gourgis, Merita Kicmari, Rosa Kraus, Maxi Land, Kimberly Patton, Annika Rogg, Hannah Rogg, Olivia Sado, Isabell Sailer, Kristina Schott, Bianca Waldner, Julia Waldner

Spiel.Trieb 2 Theater Ingolstadt

24. Juni 2010

Freitag, 16.07.10, 10.30 Uhr

»Genua 01« von Fausto Paravidino

Genua im Kriegszustand. Während des G8-Gipfels im Sommer 2001 kommt es in der Küstenstadt zu den bisher gewalttätigsten Zusammenstößen zwischen Globalisierungsgegnern und Staatsgewalt. Wie eine Festung hat der italienische Regierungschef die Stadt aufrüsten und alles Störende aus dem Stadtbild entfernen lassen, Berlusconi zeigt der Welt eine saubere Fassade.

250000 Demonstranten stehen schließlich einem hochgerüsteten Sicherheitsapparat gegenüber, die Gewalt eskaliert infolge gezielter Provokation. Am Ende des Gipfeltreffens steht eine blutige Bilanz: ein ermordeter Demonstrant, sechshundert Verletzte, Festnahmen, Misshandlungen, Folterungen.

Der junge italienische Autor Fausto Paravidino protokolliert jene drei Julitage, indem er die Dynamik der Ereignisse reportageartig in schnellen Schnitten aus Momentaufnahmen und Reflexionen nachzeichnet.

Entstanden ist ein packender, stark rhythmisierter Theatertext, der auf konkrete Rollenzuweisungen verzichtet und sich als Chronik eines ungesühnten Mordes wie eine Streitschrift gegen die offizielle Berichterstattung stellt.

Regie: Gabriela Gillert

Video/Regieassistenz: Florian Schwalm

Kostümassistenz: Karoline Becker

Bühnenbildassistenz: Isabell Heinke

Dramaturgie: Matthias Grätz

Dramaturgieassistenz: Jonathan Spanos,

Julia Anker

Mitarbeit: Claire Marondel, Matthias Fiedler

Beleuchtung: Egon Reinwald, Wolfgang Meyer

Inspizienz: Heidi Groß

Mit: Marie Babel, Franziska Eisele, Ioanna Gkanidou, Lilith Haak, Julia Hallauer, Alina Herl, Katharina Hetzer, Viktoria Kostenko, Julius Kuhn, Franziska Mainka, Franziska Mauter, Laura Mayer, India-Maria Nagler, Christina Reiter, Tobias Schmutzler, Michelle Steinkrug, Markus Strobl

Theter Netzwerk Augsburg

24. Juni 2010

Freitag, 16.07.10, 11.45 Uhr

7th Level

“so weit ich weiß war ich schon immer hier” - Relativ trocken lässt Eva Ihren Zweifel an Rebekkas Meinung, sie sei gerade erst in dem fensterlosen Raum angekommen durchblicken.

“hättest du mich früher angelabert, wärst du mir auch früher aufgefallen”

Zusammen gehen die Beiden dem seltsamen Erwachen nach und begegnen auf Ihrem Weg vier weiteren eigenwilligen Mädchen, welche die Situation zwischen Freude, Ahnungslosigkeit und Hysterie schwanken lassen.

Als sich Rebekka schließlich selbst zu verlieren droht, wirft die finale Antwort eine finale Frage auf…

Mit: Rebekka Reinholz, Eva Ries, Johanna Salger, Melanie Messe, Iris Schmidt, Sophia Brocker

Leitung: Leif Eric Young

junges theater team - Theater Augsburg

24. Juni 2010

Freitag, 16.07.10, 16 Uhr

»Ich bin das Beste von Heute«

Wo liegen deine Stärken? Was sind deine Schwächen? Was willst du mal werden? Wo siehst du dich in fünf Jahren? Mehr denn je lastet auf der Generation 16+ ein enormer Erfolgsdruck. Wenn sich berufliche Chancen schon nach der 4. Klasse festlegen, wenn ein Ausbildungsplatz zum Luxusgut für Abiturienten wird, wenn nach fünf Jahren Studium das unbezahlte Praktikum winkt – sind wir dann gescheitert? Oder brauchen wir jetzt nur die perfekte Reality-Show, die jungen Menschen endlich beibringt, ein erfolgreiches Mitglied der Gesellschaft zu werden?

Das jtt, der Jugendclub des Theaters Augsburg, hat nach dem großen Erfolg der letztjährigen Produktion »liebesspielzeug« wieder ein Thema gewählt und eine Spielzeit lang szenisch daran gearbeitet. Entstanden ist ein Abend über das Scheitern und den Erfolg, über Jugendliche, die sich im knallharten Konkurrenzkampf zurechtfinden müssen und dennoch nach einer Utopie vom fairen Leben suchen.

Inszenierung: Susanne Inkiow

Regieassistenz: Lucia Kramer

Bühne und Kostüme: Susanne Hiller

Künstlerische Mitarbeit: Jos Diegel

Musik: Leif E. Young

Dramaturgie: Maria Schneider

Mit: Birgit Auerswald, Melanie Bader, Sophia Brocker, Felicitas Hauck, Sina Ilg, Melanie Messe, Rebekka Reinholz, Eva Ries, Juliane Schopf, Katharina Tengler;

Cornelius Brandmiller, Benedikt Klonowski, Jonas Kreß, Simon Müller, Lukas Ullmann, Arthur Zwetzich