Und so beginnt nun also Bochums neues Prachtstück der Theaterlandschaft und mit ihm dieser Blog.
Benannt ist das neue Festival simpel und passend nach der Adresse des Bochumer Schauspielhauses – Königsallee 15. Der Untertitel „Bretter, die die Welt verleugnen“ bleibt vage und universal anwendbar.
Zum Abschluss seiner vorletzten Spielzeit wartet Elmar Goerden mit achtzehn Produktionen aus Ländern wie Belgien, Großbritannien, Korea, Finnland, Holland und den USA auf und beglückt die Region mit frischen Inszenierungen und großen Namen.
Neben den ausländischen Gastspielen ist auch die regionale Theaterwelt vertreten, mit z.b. Werken aus dem Thalia Theater in Hamburg oder Eigenproduktionen des Schauspielhauses.
In den letzten Wochen wurde intensiv mit Plakaten, Graffiti und Presseartikeln geworben und so kann man nur auf volle Säle und gute Stimmung hoffen. Sicherlich liegen die Nerven blank, bei einem so prestigeträchtigen Ereignis wie K15 und können erst durch ausverkaufte Vorstellungen und zufriedene Gäste beruhigt werden.
Allem voran wird allerdings wahrscheinlich „Othello“, das Gastspiel aus Amerika, mit Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman unter der Regie von Peter Sellars die großen Massen ins Theater bewegen.
Es bleibt zu hoffen, dass auch die kleineren Produktionen, die aber nicht weniger vielversprechend klingen, Anklang finden werden.
Zusammenfassend darf man gespannt sein, auf eine weite Bandbreite von Figuren und Sprechtheater, Performance und Tanz.
Ich hoffe auf spannende zwölf Tage mit guten und innovativen Produktionen, die Lust auf mehr machen.
Auch wenn das Festival von der Presse häufig als narzisstisches Projekt Goerdens’ belächelt wurde, so kann man nicht bestreiten das dieser ein eindrucksvolles Programm auf die Beine gestellt hat.
Man wird sehen inwiefern Erwartungen erfüllt oder enttäuscht werden, wie die Presse letztendlich reagieren wird und ob die Mühen des Elmar Goerden respektieren werden.
(Janine Wahrendorf)
