Blog „Fit fürs Abi in 5 Tagen 2011“

Kafkas Prozess

Freitag, 4. Februar 2011

Am letzten Festival-Tag dreht sich alles um Kafkas PROZESS. Hierzu haben wir Martina Wolff  vom Deutschen Literaturarchiv Marbach eingeladen. In ihrem Vortrag skizziert sie ein anschauliches Porträt über den Autor und sein Werk.

Referentin Martina Wolff

Referentin Martina Wolff

Wie schon die beiden vorangegangenen Referenten hat auch Martina Wolff eine Präsentation mit Bildern und Original-Texten vorbereitet. Zum Beispiel mit Auszügen aus den Briefen an den Vater oder auch mit Faksimiles vom PROZESS-Manuskript.

Franz Kafkas Abiturzeugnis

Franz Kafkas Abiturzeugnis

Witzig finde ich, dass die Referentin Kafkas Abiturzeugnis in die Präsentation miteingebaut hat – und ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht: so ein guter Schüler, wie ich immer dachte, war Kafka gar nicht. Sein Abitur hat er gerade mal mit „befriedigend“ bestanden.

Das Literaturarchiv Marbach

Das Literaturarchiv Marbach

Übrigens, wenn ihr mal in der Nähe von Stuttgart seid, solltet ihr unbedingt einen Abstecher ins Deutsche Literaturarchiv nach Marbach machen. Dort sind nicht nur die Originale unzähliger deutschsprachiger Autoren zu finden, sondern es werden auch tolle Führungen und Ausstellungen angeboten. Also, nix wie hin, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Wir wünschen allen Abiturientinnen und Abiturienten Toi Toi Toi!!!

Wir wünschen allen Abiturientinnen und Abiturienten Toi Toi Toi!!!

Ich werde mir jetzt gleich die PROZESS-Vorstellung vom Freien Ensemble Frankfurt anschauen. Das ist die letzte Veranstaltung unseres Sternchenthemen-Festivals in diesem Jahr. Nach einer aufregenden Woche bin ich ziemlich glücklich und zufrieden und wünsche allen Abiturientinnen und Abiturienten viel Glück und Erfolg bei den Prüfungen!!!

Das nächste Sternchenthemen-Festival kommt bestimmt

Das nächste Sternchenthemen-Festival kommt bestimmt

p.s.: und wer dieses Jahr noch kein Abitur macht, den sehen wir hoffentlich im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt FIT FÜRS ABI IN 5 TAGEN ***

Bis dahin, alles Liebe
eure Jasmin

Interpretation und Werktreue: So wie’s da steht?

Donnerstag, 3. Februar 2011

Heute beschäftigen wir uns mit dem diesjährigen Festival-Motto Interpretation und Werktreue. Hierzu haben wir eine Podiumsdiskussion organisiert, wo wir gemeinsam mit euch herausfinden wollen, ob man wirklich immer alles so nehmen soll, wie es in großen Lettern geschrieben da steht oder eben nicht.

Uwe Kossack ist Moderator der Podiumsdiskussion

Uwe Kossack ist Moderator der Podiumsdiskussion

Moderator der Diskussion ist Uwe Kossack, von der Literarisch-Philosophischen Gesellschaft. Und nach einer kleinen Anmoderation geht es auch schon los.  Professor Stefan Hulfeld von der Universität Wien macht darauf aufmerksam, dass jede Zeit ihre eigene Lesart hat. So wurde z.B. ein Theaterstück wie Romeo und Julia in manchen Epochen mit einem Happy End gespielt. Der tragische Tod der beiden Hauptfiguren wurde einfach umgangen und neu erzählt.

Professor Stefan Hulfeld und Regisseur Michael Miensopust

Professor Stefan Hulfeld und Regisseur Michael Miensopust

Bemerkenswert finde ich auch die Position von Regisseur Michael Miensopust, der die Wichtigkeit unterschiedlicher Sichtweisen hervorhebt. Mit seiner KOHLHAAS Inszenierung, die ihr ja gestern sehen konntet, hat er auch sehr anschaulich bewiesen, wie der freie Umgang mit Stoffen in der Praxis dann aussehen kann.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren mit

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren mit

Mir gefiel vor allem, dass die Schülerinnen und Schüler  sich in die Diskussion miteingebracht haben. Dadurch erhielten sowohl die Diskutierenden als auch die Zuhörer im Zuschauerraum viele interessante Impulse.

Schade nur, dass die Diskussion so schnell zu Ende war ;-))

Bis dann, viele liebe Grüße
eure Jasmin

Mitten, mitten im Küssen

Mittwoch, 2. Februar 2011

Der Literatur- und Theaterkurs des Gymnasiums Hohenbaden hat in Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogin Daniela Krämer und Festivalleiterin Annelie Mattheis ein Konzept entwickelt, das eine Zeitreise durch verschiedene Liebeslyrik-Epochen ermöglicht.

Die Epoche der Moderne sieht so aus

Die Epoche der Moderne sieht so aus

Und ich muss sagen, ich bin wirklich begeistert, wie gut diese Idee funktioniert. Man sitzt in kreisrunden Modulen, die durch weiße Vorhänge abgehängt sind. Jeder Raum ist je nach Epoche mit ein paar charakteristischen Requisiten eingerichtet, an denen ihr erkennen könnt, in welcher Zeit ihr euch gerade befindet.

Friedrich Schiller darf in der Sturm-und-Drang-Box natürlich nicht fehlen

Friedrich Schiller darf in der Sturm-und-Drang-Box natürlich nicht fehlen

Zum Beispiel hängt in dem Romantik-Modul das berühmte Bild Der Wanderer über dem Nebel von Caspar David Friedrich. Und in der Sturm-und-Drang-Box trefft ihr natürlich auf niemand Geringeres als auf den württembergischen DichterFriedrich Schiller.

Ganz schön selbstbewusst

Selbstbewusster Vortrag eines Gedichtes

Faszinierend finde ich auch, wie selbstbewusst und souverän die vortragenden Schüler ihre Gedichte rezitieren. Ich weiß nicht, ob ich mich das damals als Schülerin so einfach getraut hätte. Alles in allem ein wirklich gelungener Abend, der auf sinnliche Art und Weise verdeutlicht, wie schön sich in Gedichten so große Gefühle wie die Liebe vermitteln lassen.

Viele Grüße,
eure Jasmin

Im Doppelpack: Heinrich von Kleists Michael Kohlhaas

Mittwoch, 2. Februar 2011

Heute ist schon Halbzeit – und auch der Tag mit der höchsten Besucherzahl: Über 1.000 Abiturientinnen und Abiturienten erwarten wir.  Je zwei Vorstellungen inklusive Nachgespräch und Vorträge stehen auf dem Programm. Die erste Vorstellung geht schon um 14 Uhr los.

Heute zeigen wir Kleists Kohlhaas gleich zweimal

Heute zeigen wir Kleists Kohlhaas gleich zweimal

Nachdem es am Montag und Dienstag um Dürrenmatts DER BESUCH DER ALTEN DAME ging, gehört der Mittwoch heute ganz Heinrich von Kleist und seiner Novelle MICHAEL KOHLHAAS.

Über 1.000 Schüler werden erwartet

Über 1.000 Schüler werden erwartet

In der Inszenierung von Michael Miensopust gibt es ingesamt nur 2 Schauspieler. Alle Figuren aus der Novelle werden von ihnen mehr oder weniger gespielt oder zitiert. Dadurch ist es möglich, einen psychologischen Blick auf die Figur des Kohlhaas zu setzen: Warum handelt er so wie er handelt? Wie muss seine inneren Zerissenheit beschaffen sein, dass er Gleiches mit Gleichem vergilt?

Referent Hans-Jürgen Rehfeld

Referent Hans-Jürgen Rehfeld

Zwischen den Vorstellungen gibt es die Vorträge. Hierzu haben wir Hans-Jürgen Rehfeld eingeladen, der am Kleist-Museum in Frankfurt/Oder arbeitet. Mitten im Kleistjahr sind wir sehr froh, dass er kommt.

Wie schon der gestrige Referent wird auch er mittels Bildern, die an die Theater-Opera projeziert werden, versuchen, den Vortrag etwas aufzulockern.

Wir sind auf jeden Fall schon sehr gespannt*

bis dann,
eure Jasmin

Dürrenmatt Vortrag

Dienstag, 1. Februar 2011

Wie versprochen kommen hier meine Eindrücke aus dem Vortrag. Der Referent Peter Erismann ist genau wie Friedrich Dürrenmatt gebürtiger Schweizer und arbeitet am Centre Dürrenmatt in Neuchâtel. Dort hat er Zugang zu unzähligen Originalen, Bildern, Skizzen und Faksimiles rund um den Autor und sein Werk.

So sieht die Einrichtung für den Vortrag aus

So sieht die Einrichtung für den Vortrag aus

Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen. Vor allem durch die vielen Bilder, die Erismann für seine Power-Point-Präsentation ausgewählt hat,  konnte man den einzelnen Thesen und Erläuterungen super folgen.

Im Universum Dürrenmatt

Im Universum Dürrenmatt

Thema war natürlich DER BESUCH DER ALTEN DAME. Hierzu hatte der Referent ein paar Skizzen mitgebracht, anhand derer man sehen konnte, wie Dürrenmatt sein Drama damals konzipiert hat.

Friedrich Dürrenmatt 1956

Friedrich Dürrenmatt 1956

Besonders toll fand ich auch die Bildersammlung von  Schauspielerinnen, die die „alte Dame“ schon einmal dargestellt haben, wie z.B. die berühmte Therese Giehse, Elisabeth Flickenschildt oder Ingrid Bergman. Faszinierend fand ich auch das Foto einer unbekannten afrikanischen Schauspielerin, das ich so noch nie gesehen habe.

Ihr seht also, Dürrenmatt wird überall auf der Welt gespielt. Jetzt aber erst mal bei uns im Theater Baden-Baden;-))

Ich wünsche euch viel Spaß  &  eine gute Unterhaltung,
eure Jasmin

Hereinspaziert, hereinspaziert

Dienstag, 1. Februar 2011

Ein bisschen stolz sind wir schon. Das zur Festivallounge umfunktionierte Spiegelfoyer ist dieses Jahr der perfekte Ort, um sich zwischen Fachvorträgen, Nachgesprächen oder Vorstellungen auszuruhen, bevor es dann schon wieder weitergeht.

Festival-Lounge

Festival-Lounge

In die weißen Sitzsäcke könnt ihr euch bequem hineinfallen lassen, während ihr aus dem silbernen Bücherautomaten leckere Süßigkeiten und Snacks bekommt und im Hintergrund chillige Musik hören könnt.

Der Bücherautomat

Der Bücherautomat

Wer mehr auf Gesundes aus ist, wird im Eingangsfoyer, ein Stockwerk weiter unten, fündig. Die knackigen Möhren erfreuen sich unter den Abiturientinnen und Abiturienten äußerster Beliebtheit – und gehen weg wie warme Semmeln ;-))

Gemüse in Festivalfarbe

Gemüse in Festivalfarbe

Wenn ich in die Parkettreihen und Logen blicke, dann freue ich mich besonders über die gefüllten Plätze. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt einmal so viele Schülerinnen und Schüler an einem Ort gesehen habe.

Abiturientinnen und Abiturienten so weit das Auge reicht

Abiturientinnen und Abiturienten so weit das Auge reicht

Heute wird Peter Erismann über Dürrenmatts BESUCH DER ALTEN DAMEN referieren. Ich werde jetzt gleich mal hineingehen und lauschen, was er vorzutragen weiß.

Bis später,
eure Jasmin

1, 2, 3 – auf die Plätze fertig los!!!

Montag, 31. Januar 2011

Endlich ist es soweit. Unser Sternchenthemen-Festival FIT FÜRS ABI IN 5 TAGEN geht in die zweite Runde. Wie schon in der letzten Spielzeit steht das Theater Baden-Baden wieder eine ganze Woche lang unter dem Zeichen der Abiturthemen im Fach Deutsch.

Abiturientinnen und Abiturienten aus Baden-Württemberg dürfen sich auf ein großartiges Programm freuen. Von der Inszenierung, Diskussion, interessanten Nachgesprächen bis hin zu Workshops, Vorträgen und einer Festivalredaktion ist alles dabei. Und natürlich gibt es auch wieder einen Schüler-Poetry Slam.

Von Montag bis Freitag werde ich euch von meinen Eindrücken berichten und mit dem ein oder anderen Foto zu dokumentieren versuchen. Ich gespannt, was es zu berichten gibt.

Das Theater Baden-Baden in Festivaldekoration

Das Theater Baden-Baden in Festivaldekoration

Letzter Feinschliff

In knapp 2 Stunden geht es endlich los. Bis dahin gibt es noch allerhand zu tun. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Viele fleißige Hände kümmern sich um die Dekoration des Eingangsbereichs und der Festivallounge. Frische Äpfel und knackige Karotten werden in rustikale Körbe gepackt. Das Abend-Programm wird auf eine Schultafel mit Kreide geschrieben, der Theaterteppich noch einmal gesaugt und die Festival-Flyer werden verteilt.

Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Kafka – Dürrenmatt – Kleist
per Knopfdruck aus dem Bücherautomat

Besonderes Highlight ist sicherlich unser Bücherautomat, der sich im ersten Stock in der Festivallounge befindet. Neben leckeren Snacks und Schokoriegeln könnt ihr dort unsere COOL BOOKS kaufen: vom Lektüreschlüssel bis hin zum Kompaktwissen findet ihr praktisch alles , was ihr braucht,  um euch auf eure drei Sternchenthemen-Autoren bestens vorzubereiten und einen kühlen Kopf zu bewahren. Nicht umsonst haben wir die Bücher extra auf 8 Grad eingekühlt ;-))

So, und nun hinein ins Festival-Getummel. Wer weiß, vielleicht sehn wir uns ja!!

Viele liebe Grüße,
eure Jasmin

Fit fürs Abi in 5 Tagen

Donnerstag, 27. Januar 2011

tbb-sternelogos-cmyk-2-gros

Ab dem 31.01. geht es hier los mit einem neuen Blog aus Baden-Baden. Wir wünschen allen Beteiligten viel Spaß!