Blog „Hart am Wind 2016“

Preisverleihung der Kinder- und der Jugendjury

Dienstag, 7. Juni 2016

Am 29. Mai fand die mit Spannung erwartete Preisverleihung der Hart am Wind-Kinder- und Jugendjurys statt.

Die Kinderjury vergab zwei erste Preise für die beste Inszenierung an:

  • „Konferenz der wesentlichen Dinge. Ein Gesellschaftsspiel“ – von pulk fiktion
  • „Vom Schatten und vom Licht“ – von Die AZUBIS

Die Jugendjury vergab ihren Preis für die beste Inszenierung an die Produktion „Leonce und Lena“ des Jungen Staatstheaters Braunschweig.

Herzlichen Glückwunsch!

 

Die Künstlerischen Leiter des Festivals, Klaus Schumacher vom Jungen SchauSpielHaus Hamburg und Matthias Schulze-Kraft vom LICHTHOF Theater, zeigen sich mit dem Festival sehr zufrieden:

„Es ist absolut begeisternd, dass wir mit einem sehr vielfarbigen und in seiner Formensprache sehr unterschiedlichen Programm ein Festivalpublikum in der Großstadt Hamburg gefunden haben. Es gibt offensichtlich ein riesiges, grundsätzliches Interesse am Theater für junges Publikum. Auch als Fachtreffen hatten wir sehr inspirierende Begegnungen.“

Das Team von Hart am Wind 2016 bedankt sich bei allen Mitwirkenden für wunderbare, intensive Festivaltage und sagt Ahoi!

HaW-Preisverleihung16_(c)_DSH-Jan-Ole_Lops_FW2B9564

HaW-Preisverleihung16_(c)_DSH-Jan-Ole_Lops_FW2B9533

 

 

 

 

 

 

 

HaW-Preisverleihung16_(c)_DSH-Jan-Ole_Lops_FW2B9660

HaW-Preisverleihung16_(c)_DSH-Jan-Ole_Lops_FW2B9538

 

 

 

 

 

 

 

 

Interview mit Matthias und Klaus

Sonntag, 29. Mai 2016

Franzi und Franzi führen ein spannendes Interview mit Matthias und Klaus. So könnt ihr viel über die Arbeit am Theater und über das Festival erfahren.

„Tigermilch“

Sonntag, 29. Mai 2016

Ein schöner Clip von Franzi über das Stück „Tigermilch“.

Erfahrungsraum Theater

Sonntag, 29. Mai 2016

Highlights vom Erfahrungsraum Theater

„Nachtgeknister“

Sonntag, 29. Mai 2016

Hier ein paar Highlights des Stückes „Nachtgeknister“.

„Räuberhände“ Nachgespräch

Sonntag, 29. Mai 2016

Nach der Aufführung „Räuberhände“ gab es noch 10 Minuten Zeit für ein Nachgespräch, bevor es dann zur Preisverleihung ging!

„Beef, Burger & More“

Sonntag, 29. Mai 2016

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Team von „Beef, Burger & More“ für die großartige, schmackhafte, gehaltvolle sowie gleichzeitig unterhaltsame Verpflegung während des Festivals.

Eindrücke zu „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“

Sonntag, 29. Mai 2016

Am letzten Morgen des Festivals Hard am Wind haben sich Cecilia und Ayla die Inszenierung „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ angesehen. Tief beeindruckt teilen sie hier das Erlebte:

Es ist 9:30h, mein Wecker klingelt. „Nur noch fünf Minuten!“, denke ich und drehe mich noch einmal um. Ringring: Sie haben eine neue Nachricht – ‚Wir könnten auch einfach NICHT zu Maulina Schmidt gehen. LG Ayla‘. Verdammt es ist schon 10:00h!! Ich hätte gestern vielleicht doch nicht mehr tanzen gehen sollen. ‚Komm wir ziehen das durch – ich hätte sonst so ein schlechtes Gewissen. :-* Cecilia‘. – ‚Alles klar, schlafen können wir noch im Tod. Ayla‘. Ok, ich habe noch eine halbe Stunde. Turbowaschgang, wooooo ist mein Schlüssel – ach da – und looos. Morgendlicher Sprint zur S-Bahn – puh, geschafft!

 

Ayla und ich sitzen mit knurrenden Mägen und Augenringen in einem vollen Theatersaal. Es ist die letzte Kindervorstellung dieses Festivals für uns. Wir haben keine Kameras dabei und wir hätten heute sowieso keine Zeit mehr zum schneiden. Ich ärgere mich irgendwie.

Dann geht es los. Ein quietschendes Akkordeon. Ein kleines schlecht gelauntes Mädchen wird vor den Bühnenvorhang geschleppt. Eigentlich ist es eine erwachsene Frau in einem Blümchenoverall und pinken Strümpfen. Ganz kurz bin ich irritiert, doch noch im selben Augenblick habe ich diese Schauspielerin als die kleine Paulina Klara Lilith Schmitt alias Maulina akzeptiert.

 

Ein kleiner Dreikäsehoch, der denkt die ganze Welt ist nur für ihn so, wie sie ist. Ihr Reich:„Mauldavien“ – eine 4-Zimmer Wohnung in der sie mit ihren Eltern gelebt hat. „HAT!“ – ja, das gehört der Vergangenheit an. Denn ihre Eltern haben sich getrennt und Maulina lebt jetzt mit ihrer Mutter in einer Siedlung im behindertengerechten „Plastikhausen“. Maulina hasst Plastikhausen, die Siedlung und überhaupt ALLES. Denn sie will zurück nach „Mauldavien“. Und dass sie da nicht mehr ist, ist ganz alleine die Schuld von „dem Mann“ – ihrem Vater (dessen Namen nicht genannt werden darf).

Und dann gibt es da noch Paul (ja er heißt wirklich so und das ist auch ganz bestimmt kein Witz). Paulina und der nervöse Paul nehmen Ermittlungen auf um herauszufinden, wer in diesem eigenartigen „Plastikhausen“ zuvor gelebt hat. Sie finden heraus, dass eine Frau im Rollstuhl dieses Haus bewohnt hatte. Als Maulina ihrer Mutter ganz aufgeregt davon erzählt und sich für ihr Gemaule entschuldigen möchte, erfährt sie von ihrer Mutter, dass diese an einer schweren Krankheit leidet. Deshalb mussten sie in dieses Haus ziehen, weil die Mutter schon bald im Rollstuhl sitzen würde. Das ist auch der Grund, warum sie sich von Maulinas Vater getrennt hatte, denn sie wollte ihm nicht zur Last fallen.Für Maulina bricht eine Welt zusammen.

maulina9-629518ca

Zur gleichen Zeit im Publikum: Ayla und ich sitzen mit hochroten Wangen und riesigen Kullertränen in den Augen in unsere Sitze gekauert. Wir sind längst mit der kleinen Maulina verschmolzen.

Maulina holt sich Rat und Trost bei ihrem Opa (der Käsegeneral) und ihrem Freund Paul. Beide werden dabei von dem gleichen Schauspieler dargestellt, der auch alle anderen Rollen um Maulina herum spielt. Schweiß tropft ihm von der Stirn. Ich habe irgendwie Mitleid mit ihm, weil er im Minutentakt die Stufen auf der Bühne auf und ab springt; aber auch, weil er diesen kleinen schüchternen Paul spielt – einen Jungen, der in einer Jugendwohngruppe lebt und seinen Vater nur in Begleitung eines Bewährungshelfers sehen kann. An Pauls Geburtstag gehen die beiden mit dem Vater und zwei Wärtern zu McDonalds und überhaupt ist plötzlich alles komisch in Maulinas Welt.

„Paul mault nicht“ sagt Maulina, „obwohl er bestimmt genug Grund dazu hätte“. Dann spielen Sie gemeinsam auf der Mundharmonika, die Maulina von ihrem Opa für Paul bekommen hat. Paul strahlt über das ganze Gesicht und auch Ayla und ich sitzen grinsend, wenn auch mit tränennassen Gesichtern da. Lauter Applaus, das kleine Mädchen neben mir steht auf und ruft: „Das war sehr gut!“. Ich muss kichern und erinnere mich daran, dass ich 22 Jahre alt bin und heulend in einem Kinderstück für 8 Jährige sitze.

In meinem Kopf schwirren so viele Dinge. Ich bin so berührt von dieser dramatischen Geschichte aus der Sicht dieses kleinen, selbstbewussten Mädchens, dessen Welt plötzlich wie durch einen Wirbelsturm durcheinander gebracht wurde.

Benommen von so vielen Emotionen treten Ayla und ich hinaus in den Regen; das eben Gesehene wird uns sicherlich noch eine ganze Weile beschäftigen.

 

Cecilia

Highlights Kinderjury

Samstag, 28. Mai 2016

Interview Kinderjury 02

Samstag, 28. Mai 2016

Zur späten Stunde ein zuckersüßes Interview mit der Kinderjury geführt von Cecilia.