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Die Generalprobe und die Fußball-WM

Donnerstag, 24. Juni 2010
Volle Ränge bei der Generalprobe - Foto: Silke Winkler

Volle Ränge bei der Generalprobe - Foto: Silke Winkler

Gestern Abend war es soweit: Die große, letzte Probe von Die Macht des Schicksals fand auf dem Alten Garten bei herrlichem Wetter statt. Die Generalprobe war nicht nur für die Mitwirkenden der letzte Testdurchlauf, sondern auch für das Servicepersonal der ingold airlines, denn das Bodenpersonal ist Teil der fiktiven Fluggesellschaft (siehe hier), darunter die Programmverkäufer, das Catering- und Abenddienstpersonal. So konnte man noch sehen, wo es wackelt und es noch etwas zu verbessern gilt.

Erstaunlicherweise klappten alle Übergänge wunderbar, das von den Pyrotechnikern entfachte Feuerwerk brachte die Besucher zum Staunen. Lustige Szenen wechselten sich mit berührenden Szenen ab.

Nur eine Sache vermochte die Atmosphäre kurz zu trüben: Der Sieg Deutschlands beim abendlichen Fußballspiel (und das auf der Freilichtbühne im Schlosspark stattfindende Public-Viewing) überschnitt sich mit dem ersten Teil der Probe. So dröhnten zwischen dem Schicksalsmotiv und der Leonora Arie des 2. Aktes Vuvuzelas durch die Luft. Vereinzelt Fangesänge vermochten die Darsteller nicht zu irritieren und so konnten die Besucher auf der vollbesetzten Tribüne bis kurz vor Mitternacht einen spannenden Opern-Abend genießen.

Mit diesen Erlebnissen freuen uns auf ein schönes, Vuvuzela-freies Premierenwochenende.

Fabian Holthus

Von dunkelblond zu schwarz-gelockt

Dienstag, 22. Juni 2010

Wunderschönes dichtes, dunkelblondes Haar schmückt die Sängerin Sarah van der Kemp, die bei der Macht des Schicksals als eine der beiden Darstellerinnnen der Zigeunerin Preziosilla auf dem Alten Garten zu erleben sein wird – hier allerdings mit einer schwarzen, voluminösen Lockenmähne. Sie muss sich für die Rolle bei den diesjährigen SCHLOSSFESTSPIELEN SCHWERIN jedoch nicht die Haare färben und eine Dauerwelle machen lassen, sondern die Chefin der Maskenbildnerei Iris Kettner und ihre Mitarbeiterinnen fertigen für die Sängerin eine Perücke an.

Die Chefin der Maskenbildnerei Iris Kettner fertigt die Perücke für die Preziosilla - Foto: Nina Heinrich

Die Chefin der Maskenbildnerei Iris Kettner fertigt die Perücke für die Preziosilla - Foto: Nina Heinrich

Die Haare hierfür stammen vor allem aus Indien und Asien. Diese dann so auf den Kopf Sarah van der Kemps zu bringen, dass sie in der Gestalt einer Zigeunerin überzeugen kann, bedeutet sehr viel Arbeit: Das Herstellen einer Perücke nimmt etwa 40 Stunden in Anspruch. Zuerst wird ein Gipsabdruck des Kopfes der Sängerin genommen, der die Vorlage für das Netzteil liefert, an das dann die einzelnen Haare geknüpft werden. Die Haare werden erst gespalten, dann gebleicht und anschließend eingefärbt. Dringend muss darauf geachtet werden, dass die Strichrichtung der Haare beibehalten wird, da diese ansonsten nicht mehr brauchbar wären – die Perücke würde niemals frisierbar sein. Im Normalfall lässt sich eine Perücke pflegen und frisieren wie normales Kopfhaar. So können die Haare fetten, wenn der Darsteller darunter schwitzt, und werden daraufhin dann auch mit Shampoo gewaschen, wie eben das richtige Kopfhaar. Durch zuviel Haarspray oder beispielsweise eine Dauerwelle können Perücken genauso auch trocken und brüchig werden und Spliss bekommen.

„Eine Herausforderung besteht darin, dass die Perücken für die Zuschauer aus der ersten und auch aus der letzten Reihe so aussehen müssen, wie es für das Wirken der Inszenierung notwendig ist. Die Perückenfrisur muss definiert sein, nichts darf zufällig oder modisch privat wirken. Das Haar ist zwar nur ein Steinchen im Mosaik, doch der muss stimmen,“ erzählt Iris Kettner. Speziell im Falle der diesjährigen Schlossfestspiele besteht eine weitere Herausforderung darin, dass die weibliche Hauptpartie der Leonora, die alternierend von Adva Tas und Capucine Chiaudani gesungen wird, am Anfang der Geschichte als Frau auftritt und sich später als Mann verkleidet. Es ist daher für die Masken- und auch Kostümbildnerinnen einzuplanen, dass schnelle Kostümwechsel auch mit der Perücke möglich sind.

Die blonde Sängerin Sarah van der Kemp verwandelt sich in die Zigeunerin Preziosilla - Foto: Silke Winkler

Die blonde Sängerin Sarah van der Kemp verwandelt sich in die Zigeunerin Preziosilla - Foto: Silke Winkler

„Etwa zwanzig Perücken haben wir für ‚Die Macht des Schicksals’ angefertigt, der größte Bedarf besteht bei den Statisten,“ erläutert Iris Kettner. Begonnen hat sie die Arbeit zu den Schlossfestspielen zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen etwa fünf Wochen vor Premierenbeginn, wobei weitere parallel zu diesem Zeitraum laufende Produktionen mit ausgestattet werden mussten. Auch Bärte und Augenbrauen werden aus Echthaar in der Maskenabteilung des Theaters gefertigt.

Ab dem 25. Juni schließlich wird das Ergebnis des zeitintensiven Handwerks der Maskenabteilung bei Die Macht des Schicksals auf dem Alten Garten zu erleben sein. Die blonde Sarah van der Kemp wird sich dann alternierend mit Hermine May, die dank ihrer dunklen Naturlocken keine Perücke benötigt, als feurige Zigeunerin präsentieren können.

Nina Heinrich

Ein paar Bilder

Donnerstag, 17. Juni 2010

Heute einmal ein Fotobeitrag. Zu sehen sind Bilder von der ersten Komplettprobe, fotografiert von Silke Winkler:

Adva Tas (Leonora), Statisterie

Adva Tas (Leonora), Statisterie

Chor, Hermine May (Preziosilla)

Chor, Hermine May (Preziosilla)

Michael Kraus (Don Carlo), Daniel Magdal (Don Alvaro)

Michael Kraus (Don Carlo), Daniel Magdal (Don Alvaro)

Martin Winkler (Melitone), Chor, Statisterie

Martin Winkler (Melitone), Chor, Statisterie

Markus Vollberg (Ein Feldarzt), Daniel Magdal (Don Alvaro), Michael Kraus (Don Carlo), Statisterie

Markus Vollberg (Ein Feldarzt), Daniel Magdal (Don Alvaro), Michael Kraus (Don Carlo), Statisterie

Mit zwei Solisten durch Schwerin

Donnerstag, 10. Juni 2010

Open-Air-Pressetermine scheinen das schlechte Wetter anzuziehen. Geplant war ein Spaziergang mit den Solisten Adva Tas (Leonora) und Daniel Magdal (Don Alvaro) durch Schwerin, verbunden mit einem Interview im Café Prag als Beitrag für das NDR Nordmagazin. Es regnete. Peter Harke rief in der Pressestelle an und sagte den Termin – angesetzt waren drei Stunden am Nachmittag mit Fernsehteam – ab. Etwa fünf Minuten, nachdem von Seiten der Presse alle Hebel in Bewegung gesetzt wurde, den Beteiligten Bescheid zu sagen, stoppte der Regen und die Sonne kam hinter den Wolken hervor. Im gleichen Moment rief auch schon der Redakteur an und machte seine Absage rückgängig…

Foto: Nina Heinrich

Foto: Nina Heinrich

Um 15 Uhr schließlich fanden sich Ton- und Kameramann, der Redakteur und die Solisten, Daniel Magdal vollständig in Weiß gekleidet und Adva Tas, Schuhe und Haare mit inbegriffen, in komplett schwarzer Erscheinung (es war nicht abgesprochen) auf dem Alten Garten ein. Zu Beginn des Fernseh-Nachmittages wurden Aufnahmen von „spontanen“ Gesangseinlagen der beiden auf der Bühne gemacht, beginnend mit dem Duett Leonoras und Alvaros aus dem ersten Akt: „Seguirti fino agl’ultimi…“, was übersetzt soviel heißt wie: „Ich werde dir bis ans Ende der Welt folgen“. Daraufhin folgten die Sänger dem Redakteur Peter Harke zumindest durch die Innenstadt von Schwerin und viele Schlender-Sequenzen vor dem Schloss und dem Schweriner See wurden inszeniert und gefilmt.

Foto: Nina Heinrich

Foto: Nina Heinrich

Zu einem Ende kam der Beitrag im Café Prag bei einem Interview mit Wasser und Apfelschorle. Es ging im Gespräch um Schwerin und darum, welche Bedeutung die beiden den Schlossfestspielen beimessen, um Verdi, um die Rolle der Leonora und um die des Alvaro, es wurde über das Interesse junger Menschen an Opern gesprochen, über Berlin und über Hamburg. Unerwarteterweise war der Beitrag nach nur 1,5 Stunden „im Kasten“.

Nina Heinrich

Die Regen-Reportage

Dienstag, 8. Juni 2010

Am Montag war NDR 1 Radio MV-Reporterin Katja Feller zu Besuch auf dem Alten Garten, um über verschiedene Arbeitsprozesse zu den diesjährigen Schlossfestspielen zu berichten. Der Ablaufplan stand: Um 7.30 Uhr sollte es ein Interview in der Kostümabteilung geben, um 8.30 Uhr war ein Gespräch mit dem Werkstättenleiter Mirko Hirsch auf dem Alten Garten geplant, um 9.30 Uhr schließlich stand ein Termin mit dem Orchesterwart Rainer Trepke auf dem Plan, um 10 Uhr sollte eine Open-Air-Probe beginnen, um 13 Uhr war ein Interview mit Hermine May, die alternierend mit Sarah van der Kemp die Rolle der Preziosilla singt, angesetzt, um 18 Uhr sollte der Ablauf eines Soundchecks mit dem Orchester und um 22.30 Uhr der einer Beleuchtungsprobe auf dem Alten Garten über das Mikrofon von Katja Feller dokumentiert werden. Zwischen Soundcheck und Beleuchtungsprobe wollte sie sich noch mit dem Leiter der Tonabteilung John Schröder unterhalten.

Soweit die Theorie.

Praktisch schüttete es an diesem Morgen wie aus Eimern. Der Termin in der Kostümabteilung lief ohne Probleme und auch Mirko Hirsch fand sich um 8.30 Uhr auf dem Alten Garten ein, der Regen hatte inzwischen nachgelassen. Dem Orchesterwart war es allerdings wegen der Feuchtigkeit in dem klassizistisch anmutenden Tempel, eins der Bühnenelemente auf dem Alten Garten, in dem das Orchester während der Vorstellungen untergebracht ist, nicht möglich, den geplanten Zeitpunkt einzuhalten. Die Probe wurde zeitlich verschoben und verkürzt. Um der Reporterin ein Alternativprogramm für das ausgebliebene Orchesterwart-Gespräch und die Probe zu liefern, sprang der Leiter der Requisite Andreas Albrecht ein. Es fand ein kurzes Gespräch zu den für „Die Macht des Schicksals“ benötigten Requisiten statt. Im Übertragungswagen, in dem Katja Feller gekommen war, war es ihr möglich, die Beiträge umgehend zu schneiden, sodass nur wenige Minuten später gesendet werden konnte. Die Probe am Abend musste wegen des schlechten Wetters entfallen, zu groß wäre die Gefahr für die Sänger und Sängerinnen gewesen, auszurutschen und sich so kurz vor der Premiere zu verletzen. Um aus der Situation das Beste zu machen, wurde schnell ein Interview mit dem Regisseur Peter Lotschak und der Regieassistentin Agathe Schulz improvisiert, die sich beide auf dem Alten Garten eingefunden hatten. Plangerecht kam die 24-Stunden-Reportage mit dem Gespräch mit John Schröder zum Soundcheck und der Beleuchtungsprobe am späten Abend zu einem Ende.

Nina Heinrich

Probe bei klarem Sonnenschein

Donnerstag, 3. Juni 2010

Etwas störte doch die Idylle heute Morgen auf dem Alten Garten, denn bevor die Probe richtig beginnen konnte, führten die Tontechniker noch Soundchecks der zahlreichen Lautsprecher, die auf dem Festspielgelände untergebracht sind, durch. Jedoch einzelne Baufahrzeuge, die das Bühnenbild ab und zu durchquerten, und der Straßenlärm von der Werderstraße schreckten Peter Lotschak, Regisseur der diesjährigen Schlossfestspiele, und die beiden Solisten, Capucine Chiaudani und Andreas Lettowsky, nicht ab, sich auf die eher intensive Szene einzulassen, die auf dem Probenplan stand.

2. Akt, 5. Szene. Leonora flieht in ein Franziskanerkloster, da sie dort Zuflucht vermutet, vor der Welt und der Rache ihres Bruders Carlos. Sie will ihre „Schuld“ als Einsiedlerin büßen. In der Anwesenheit der Mönche, die schwören das Geheimnis auf ewig zu wahren, geht sie ihrem Schicksal entgegen.

Regisseur Peter Lotschak bei der Arbeit

Regisseur Peter Lotschak bei der Arbeit - Foto: Fabian Holthus

Vor Probenbeginn setzte sich Herr Lotschak mit den beiden Solisten zusammen, erklärte ihnen die Szene und wie er sich diese vorstelle. Danach „setzte“ er die Szene auf der Bühne, noch ohne musikalische Begleitung.

Die Wege auf der großen Freilichtbühne sind um einiges länger als im Großen Haus und müssen in der Aufführung in kürzester Zeit bewältigt werden. Herr Lotschak selbst sagte auf der Konzeptionsprobe, dass die Mitwirkenden sich in der Proben- und Aufführungszeit das Fitnessstudio sparen könnten, denn „die Macht des Schicksals“ sei mit ihren rasanten Szenenwechseln und Aktionen wie ein perfektes Cardio-Training.

Im Anschluss an die Szene probte das Team die große Chorszene aus dem Finale des 2. Akts. Da sie so schnell waren in den letzten Tagen, brauchten sie heute nicht wie angekündigt den Chor des 4. Akts proben, sondern konnten schon mit einer noch nicht geprobten Szene weitermachen. Das hatte den Vorteil, dass die Frauen des Chores einen sonnigen Vormittag ohne Opern-Proben genießen konnten.

Fabian Holthus

Das Land Mecklenburg-Vorpommern, und was die Leute darin so tun

Mittwoch, 2. Juni 2010

Pünktlich um 9.15 Uhr stand Moderator Thilo Tautz diesen Morgen zusammen mit seinem Fernsehteam an der Pforte des Theaters. Es wurde ein Beitrag für die Sendung „Land und Leute“ des NDRs gedreht, in der heute um 18 Uhr einige Entstehungsprozesse der Schlossfestspiele zu sehen sein werden.

Der NDR zu Besuch auf dem Alten Garten

Der NDR zu Besuch auf dem Alten Garten - Foto: Nina Heinrich

Die erste Station war die Schneiderei, in der die Mitarbeiter Kostüme für die über 250 Mitwirkenden von „Die Macht des Schicksals“ schneidern. Die Mönchskutten, Uniformen und Solisten-Kostüme entstehen parallel zu den weiteren laufenden Produktionen: Vorletzte Woche feierten eine Tanz- und eine Schauspielproduktion Premiere, letzte Woche wurde die neue Inszenierung der Fritz-Reuter-Bühne ausgestattet und morgen werden die Schauspieler und Schauspielerinnen, eingekleidet von der Schneiderei, das erste Mal den „Biberpelz“ im E-Werk des Theaters aufführen.

Bevor der Dreh fürs Fernsehen beginnen kann, erfolgen in der Schneiderei einige „Trockenübungen“. Thilo Tautz stellt versuchsweise der Kostümdirektorin Bettina Lauer einige Fragen, um herauszufinden auf welche davon interessante Antworten zu erhalten sind und um daraufhin auszuwählen, welche Fragen in das Programm mit aufgenommen werden. Was im Fernsehen immer zufällig und spontan wirkt, ist eine kleinteilige Inszenierung. Die Kollegen des Moderators beginnen eine selbstgewählte, künstlerische Unordnung zu erzeugen, indem hier und da Kostüme der Schlossfestspiele, scheinbar achtlos liegen gelassen, auf den Tischen und Ablagen verteilt werden und Kleiderständer weiter in den Raum hinein geschoben werden. Bettina Lauer und Thilo Tautz proben derweil ihr Frage-Antwort-Spiel und wer wann wo stehen muss. Der Moderator zieht sich aus purer Lustigkeit (ich glaube, dass es das war) eine braune Kutte, die auch zum Bekleidungsrepertoire der Verdi-Oper auf dem Alten Garten gehört, über. Dieser kleine Spaß wird schließlich Teil der Inszenierung. Der Beitrag beginnt, indem Herr Tautz in Kutte seine Anmoderation tätigt, diese dann mit der Hilfe einer Dame aus der Kostümabteilung auszieht, sich noch einmal durch die zerzausten Haare streicht, woraufhin dann Bettina Lauer im Bild erscheint, der er die geplanten Fragen stellt und welche die geplanten Antworten gibt. Der Beitrag besteht aus drei Stationen: Der Moderator und die Kostümdirektorin arbeiten sich für die Kamera von der sogenannten Herren-Uniform, die ein großer Teil der Chorsänger tragen werden, vor zum Wendemantel und schließen mit der Frage-Antwort-Runde bei einer Live-Anprobe mit einem der Akteure.

Thilo Tautz im Gespräch mit dem Regisseur von "Die Macht des Schicksals" Peter Lotschak

Thilo Tautz im Gespräch mit dem Regisseur von "Die Macht des Schicksals" Peter Lotschak - Foto: Nina Heinrich

In der Sendung „Land und Leute“ heute Abend im NDR oder auch im Internet in der Mediathek der Seite des NDR (http://www1.ndr.de/mediathek/index.html) wird außerdem ein Interview mit dem Regisseur der diesjährigen Schlossfestspiele Peter Lotschak zu sehen sein, das nach dem Schneiderei-Dreh und während einer szenischen Probe zu „Die Macht des Schicksals“ auf dem Alten Garten entstand. An der heutigen Probe waren der Opernchor, die Schweriner Singakademie e. V., der Rachwalchor und auch die Solisten beteiligt – Bild- und Hörmaterial, das den Hintergrund zu dem Gespräch bietet.

Szenische Probe mit den Beteiligten des Opern-, Rachwalchores, der Schweriner Singakademie e. V. und Solisten

Szenische Probe mit den Beteiligten des Opern-, Rachwalchores, der Schweriner Singakademie e. V. und Solisten - Foto: Nina Heinrich

Ein ganzer Vormittag Arbeit für acht Minuten Fernsehen, in denen hoffentlich viele interessante Eindrücke der aktuellen Prozesse am Theater für die Open-Air-Inszenierung vermittelt werden.

Nina Heinrich

Extrem große Oper unter extrem freien Himmel

Dienstag, 1. Juni 2010
Erste Aufbauarbeiten auf dem Alten Garten in Schwerin.

Erste Aufbauarbeiten auf dem Alten Garten in Schwerin. - Foto: Fabian Holthus

Genauso wie man jedes Jahr die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN des Mecklenburgsichen Staatstheaters erleben kann, engagieren sich auch jährlich junge Mitarbeiter im Rahmen des “Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur” und arbeiten in den Abteilungen Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Dramaturgie des Theaters. Die Saison 2009 / 2010 in der Vermarktung und in der Pressestelle gehören Fabian Holthus und Nina Heinrich, bei den Schlossfestspielen gehört sie der “Macht des Schicksals” von Giuseppe Verdi.

Große Oper unter freiem Himmel als Finale der Spielzeit – Seit 1999 werden jährlich Open-Air-Produktionen auf einem der schönsten Plätze Norddeutschlands, dem Alten Garten gezeigt. Der Alte Garten ist umschlossen von dem Ensemble aus Schweriner Schloss, dem Staatlichen Museum und dem Theater, die den Sängern, Sängerinnen, Statisten und dem Orchester eine Kulisse bieten, die nur hier, in der kleinsten Landeshauptstadt Deutschlands zu finden ist.

Das sogenannte “Schicksalsmotiv” zieht sich musikalisch wie ein roter Faden durch Verdis Oper: Die Geschichte zeichnet sich durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle aus. Gleich zu Beginn löst sich während eines Handgemenges ein Schuss aus einer Pistole und trifft tödlich. Es stirbt der Vater Leonoras, die sich daraufhin mit ihrem Geliebten Alvaro auf die Flucht begeben muss. Das Paar verliert sich in diesem Tumult aus den Augen und begegnet einander erst Jahre später wieder, als das Schicksal dann erneut seine Weichen stellt.

Open-Air Genuss in historischer Kulisse. „Die Zauberflöte“ 2009.

Open-Air Genuss in historischer Kulisse. „Die Zauberflöte“ 2009. - Foto: Silke Winkler

Ihr last den extrem gemeinsamen Auftakt-Eintrag von Fabian Holthus und Nina Heinrich. Ab sofort wird Nina hier über den Besuch von Zeitung, Fernsehen und Radio auf dem Alten Garten berichten, während Fabian in Zusammenarbeit mit den Regieassistenten ganz nah an den Probenprozessen dran sein wird, bis “Die Macht des Schicksals” schließlich bei der Premiere am 25. Juni 2010 zuschlagen wird.

Fabian Holthus & Nina Heinrich