Marcel Lí, sicherlich einer der spannendsten und berühmtesten Künstler Spaniens im Bereich des Theaters, lud mich in sein Studio ein. Als Gründer der experimentellen Theater-Gruppe “La Fura dels Baus” hat er seit den 1980ern Theater im multimedialen Kontext neu definiert. Ich habe die Freude, einen kleinen Ausschnitt unseres Gespräches mit euch zu teilen. Viel Spass!
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Interview mit Kulturministerin Ute Schäfer
Freitag, 29. Juni 2012
Kurze Zwischenmeldung: Es heißt warten – und zwar auf die Freigabe des Interviews mit Kulturministerin Ute Schäfer, die sich gestern spontan Zeit für ein paar Fragen der Kritikerrunde genommen hat! Vielen Dank dafür an die Ministerin, wir sind gespannt darauf und melden uns wieder.
von Camilla L.
Wer hat Vera Petrova getötet?
Samstag, 16. Juni 2012Wenn das so einfach zu beantworten wäre, hätten wir nicht drei verwirrend- belustigende Stunden im Theater an der Wien verbracht. Three Kingdoms ist nicht nur das fiktive Hirngespinst eines weltfremden Bühnenautors, hinter diesem Skript stehen fünf Jahre Recherche- und Vorbereitungsarbeit über die Thematik, die zwischen philosophisch-psychologischem Versteckspiel und überzeichneten Szenen aus dem Alltag im internationalen Menschenhandel schwankt.
Eine Parabel über den Teufel in jedem von uns, ein Spiegel für das ach-so-vereinte Europa will die Produktion sein, die der dreisprachige Ensemblemix – es sind eine estnische, eine deutsche und eine englische Theatergruppe, die in zweieinhalb Monaten gemeinsam dieses Stück erprobt haben, und man kann sagen: Es gelingt. Wenn auch mit leichten Mängeln.
Die „Story“ der zwei Scotland-Yard-Ermittler, die auf der Suche nach der Wahrheit von den Verhörenden zu den Verhörten, zu den Opfern eines Spiels, dessen Dimensionen sie unterschätzt und dessen Regeln sie nicht verstanden haben, werden, ist guter „Grundstoff“.
Darauf wird teils hervorragend und kunstfertig, teils nachlässig und schlampig aufgebaut. Vielleicht verstehe ich wieder einmal „die große Kunst“ nicht richtig, doch über Gags, die mitten in Passagen über brutale Morde und Zuhälterwesen eingebaut sind, kann ich nicht gut lachen. Die Handlung scheint permanent in Hotelzimmern stattzufinden, was aber durch den nicht vorhandenen Bühnenumbau kaum ersichtlich ist, außerdem geht auf der Reise plötzlich einer der Ermittler verloren und kommt erst zum Verbeugen wieder. Die meisten Wendungen in der Handlung als auch die Charakterentwicklung der Hauptdarsteller waren für mich in keinster Weise nachvollziehbar, wir Kritikerinnen mussten nach dem Schlussapplaus erst einmal noch gemeinsam versuchen, das Gesehene zu rekonstruieren, um einen roten Faden zu finden. Da finden sich derbe Späße neben philosophischen Abhandlungen neben Kampfszenen, ein weißbeanzugter Mann, der dem Unbewussten entsprungen zu sein scheint singt sich mit Playback durch die Vorstellung, während Menschenhändler mit Wolfs- und importierte Prostituierte hinter Rehmasken (eine der wenigen Metaphern übrigens, die ich verstanden habe) über die Bühne hirschen.
Abgesehen von all der Verwirrung gibt es aber ein paar echt gute Momente; Witze, die perfekt an ihren Platz passen, Charaktere, die „normal“ wirken und deren Gedankengängen man folgen kann. Ausdrücklich loben möchte ich an dieser Stelle die musikalische Gestaltung, wie bei einer Soap gibt es bestimmte „Motive“, diese hier sind wohl unter Electro einzuordnen. Ich liebe die dröhnenden Bässe die, stets perfekt zur Situation passend, emotional beim Zuschauer „andocken“ und auf das Kommende vorbereiten.
Doch spätestens ab dem nachgestellten Pornodreh (inklusive Rasierschaumspritzerei, Riesenumschnalldildos und Exkrementen, die an Wände geschmiert werden) wird es ungesund skurril, bis sich die verwirrende Groteske in der Schlussszene gipfelt, als der Traumentsprungene im weißen Anzug der zwischenzeitlich als Transvestit im rosa Tutu aufgetreten ist, mit dem nun verhafteten Ermittler einen Origami-Schwan basteln will und ich nur noch Bahnhof verstehe.
Diana Peutl
Conte d´Amour – Kellerfamilie und finnischer Love Metal
Montag, 11. Juni 2012Das skandinavische Theaterstück Conte d´Amour, Sieger des „Impulse“ Festivals 2011, lässt den Zuschauer drei Stunden lang in die Abgründe der Menschheit schauen, um ihn mit der Frage zu entlassen: War es nicht eigentlich Liebe?
Ein weißer Zaun, ein grüner Rasen, dahinter ein Haus. Zwei Stockwerke, ein „normaler Raum“, darunter der mit weißen Planen verhangene Keller. Nur Lichter und Silhouetten zeigen dass sich das Geschehen wirklich dort abspielt, das mit dem Beamer an die Wand darüber projiziert wird. Die nötige Distanz? Nach ungefähr 20 Minuten verlassen die ersten Leute das kleine Theater der Garage X. Nach einer Stunde ist fast die Hälfte der Zuschauer gegangen, der Rest weiß, es wird keine Hoffnungsblicke geben in diesem Stück, keine Atempause. Gnadenlos wird das Schicksal vierer Personen dargestellt, doch sind sie Männer, oder eine Familie? Nichts konkretes, ein gezielter Schockeffekt. Es könnte jeder sein. Da ist „Vati“, er ist die Verbindung zur Außenwelt, führt wahrscheinlich irgendwo da draußen ein normales Leben, wo er Chips einkauft bei Lidl, oder McDonalds Menüs. Das Kind, helles, schrilles Gelächter, ein junger Mann in engen Strumpfhosen. Noch eine Mutter, sie säugt das Kind. Eine ältere Schwester vielleicht, auf der Couch. Vier Männer, die ihre Machtpositionen andauernd wechseln, niemand kann sich selber wirklich entfliehen. Der Keller bietet keine wirkliche Barriere, sie sind nicht wirklich körperlich eingesperrt, es gibt eine Leiter, doch diese Menschen, diese speziellen Menschen sind Gefangene von sich selbst. Es wird zunehmend schwerer alles mit anzusehen, angedeutete Vergewaltigungen, Tränen, ein Kellerraum, der immer kleiner zu werden scheint. Fast schon klaustrophobisch wird man da. Nach der ersten Hälfte lachen ein paar Menschen im Publikum, vielleicht können sie es nicht anders verkraften, das Stück ist eindeutig nicht lustig. Die Musik lässt die Spannung ansteigen, bringt sie auf Höhepunkte, der Gewalt, des Wahnsinns und lässt sie wieder fallen, anders wäre es vielleicht einfach nicht auszuhalten. Trotzdem kommt es einem vor wie Tage, nicht wie drei Stunden, einfach dadurch das man alles sieht, mehr typisch für Live TV als für ein normalerweise in Szenen unterteiltes Theaterstück.
Andauernd versuche ich den Figuren bestimmte Rollen zuzuordnen, versuche etwas Sinn ins Stück zu bringen. Dieser wird einem als Zuschauer nur langsam gefüttert, immer wieder kleine Informationen, dabei wird aber über alles hergezogen, über Religion, über Gesetze, über Familienbilder und Klischees. Alles im Kontext zur Kellersituation. Mit jedem Wort wird die Psyche dieser Menschen etwas aufgedeckt. Inwiefern ist ein Monster ein Monster? Ist es nur ein Monster weil wir es nicht verstehen können, weil es fremd ist, weil es uns Angst macht? Inwiefern ist ein Opfer ein Opfer? Wie unschuldig kann man eigentlich sein, wird man nicht immer ein Teil von dem was über einen dominiert? Inspiriert wurde das Stück ja vom Inzestfall Fritzl.
Love will tear us apart once again. Es geht um Liebe. Das wird einem im Laufe des Stückes klar. Ist der Versuch Familienrollen anzunehmen, nur ein Weg eine Liebe zu imitieren, die grundsätzlich, angeboren ist? Lieder wie Hello is it me you´re looking for, True Colors und Love will tear us apart, werden zum Besten gegeben, grotesk wirkt ihre Schönheit in Mitten all der Gewalt. “Wie darf man lieben?” fragen die Darsteller, doch für sie ist es klar. Sie lieben wie sie wollen, sie lieben frei, für sich richtig. Für die Gesellschaft keinesfalls. Tabus. Doch ist Liebe, egal in welcher Form, nicht immer schön? Vielleicht gibt es keine Antwort, das Stück gibt einem keine, es lässt es dem Publikum offen darüber nachzudenken.
Die Darsteller filmen sich gegenseitig, stilistisch wurde die Videokamera als „Film“ im Film, oder eben Theater, besonders in den letzten Jahren eher für negative, erschreckende Bilder verwendet. Die Videokamera hat den Vorteil, dass genau das gezeigt werden kann, was gezeigt werden soll, auf eine rucklige, unprofessionelle Art, die einen näher bringt, als ein ruhiger Videoschnitt. Besonders die Anwendung im Theater finde ich sehr interessant, es distanziert einen zwar von den Schauspielern, doch zeigt es einem Sachen, die man sonst vielleicht nicht gesehen hätte.
Gezielt werden in Conte d´Amour unter anderem Porzellanpuppen in Nahaufnahme gezeigt, nervlich kann einen der Anblick eines Porzellanbärs an den Rand eines Zusammenbruchs bringen, wenn die Nerven durch das bisher Gesehene sowieso schon strapaziert sind.
Das Stück endet plötzlich, doch darüber ist niemand enttäuscht, keiner will mehr sehen. Vielleicht wird das Ende etwas unreal, es lässt einen aus der bisherigen kalten Realität aussteigen, als die Darsteller den Keller verlassen und ein Cover von Wicked Game mitsamt E-Gitarre hinlegen. Die persönliche finnische Note. Die wenigen, die noch im Theater geblieben sind, brechen in Beifall aus. Ich verlasse das Theater begeistert, verstört, mit viel Material zum Nachdenken und einem Ohrwurm von Wicked Game.
Melanie Balaz
Böse Buben – Männer allein im Keller
Donnerstag, 7. Juni 2012In einem Interview mit der NYT sagt Regisseur Ulrich Seidl, dass er nicht weiß, ob es gut ist, wenn das Publikum keine „Buhs“ für sein Werk hat. Bei der Reaktion zur gestrigen Uraufführung von „Böse Buben“ muss er sich darüber jedenfalls keine Gedanken machen.
Wenn Ulrich Seidl draufsteht, weiß man ja schon, dass man sich auf was gefasst machen kann. Auf was Obszönes, was Unangenehmes, was Verstörendes. Hier wird nichts beschönigt, sondern radikal „entschönigt“. Wer Hundstage schon kannte, dem kommt der Stil hier schon bekannt vor: Die Männer mit aufgeknöpften Hemden und Goldketterln, die überdeutlich gezeichneten Charaktere, denen die Hose bis zum Bauchnabel gezogen wird.
Mannsbilder
Sieben sind es an der Zahl, die hier auf der Bühne eingetrudelt sind. Die Betonoptik im oberen Drittel und die freiliegenden Rohre (Bühne: Duri Bischoff) machen unmissverständlich klar, dass wir uns hier nicht im Theater Akzent, sondern in einem, wenn nicht DEM von Männern fetischisierten Keller befinden.
Männer, die ihr krankes, ordinäres Innen nach außen stülpen, wir haben sie hier in allen Formen und Stimmlagen vorrätig, wie sie den Keller in seinen verschiedensten Geheim-Funktionen nutzen, als Sportkeller, zum Saufen, um dort Pornoheftchen zu betrachten oder für den vertraulichen Viagra-Beschaffungs-Talk.
Lassen Sie mich vorstellen:
Einarm-Johnny, der per Trillerpfeife seine „Mitstreiter“ bei Leibesübungen in der kollektiven Trainingsuniform dirigiert und seinen verkümmerten linken Arm in seinem mehrphasigen „Aufriss-Plan“ als „seine Geheimwaffe“ fix eingeplant hat;
ein Ausländer, der seit 30 Jahren in Österreich ist, weil er den Landsmännern hier netterweise den Service anbietet, ihre unverschleierten Frauen mit seinem unbeschnittenen Schwanz zu befriedigen, sogar ohne vorherige Vereinbarung, doch wer sicher gehen will, soll ihn anrufen;
ein Bäcker, der seinen Sohn das letzte Mal vor sieben Jahren gesehen hat und nach einem routinierten Rendezvousdurchlauf mit jeder Frau, die einwilligt– und das sind erstaunlich viele – seine „Bondage-Zeremonie“ vollzieht;
ein Campingplatzwart, der auf den Tretbootverleih, nicht aber seine beginnenden Erektionsprobleme stolz ist;
ein ehemaliger Boxer mit zu engen Anzug, der seine unkontrollierbare Angewohnheit, im Bett prosozialistische Slogans zu brüllen, unbewusst als Vorwand benutzt um keine Beziehungen aufbauen zu müssen;
ein seriös aussehender Anzugträger, gediegen gekleidet und mit gewählter Ausdrucksweise, der das Programm regelmäßig mit seinen Darbietungen von Volksliedern unterbricht und dem man das „…nicht, dass ich irgendjemandem wünsche, vergewaltigt zu werden“ nicht wirklich abkaufen kann…
Diese sechs bilden eine Einheit, lassen einzeln die Hosen runter und singen, das T-Shirt nach unten ziehend, dem Publikum Volksweisen entgegen, blasen beim Trompetespielen Kondome auf, üben den Bond-007-Schieß-Move mit ihren eingebildeten Pistolen so lange, bis man aufstehen und schreien oder, wenigstens, weinen möchte.
Abseits von allem haben wir dann noch den Siebenten, er wirkt wie ein alter Professor, den die Demenz erfasst hat und der sich nun unkontrolliert in vulgären Redeschwällen über seine befremdlichen sexuellen Abenteuer ergeht und während den schockierendsten Erzählungen, welche vom Bühnenrand aus mitgeteilt werden, amüsiert einen riesigen Stoß an Pornoheften „abarbeitet“.
Gags und Bilder, die man nicht im Kopf haben wollte
Anfangs ist der „Spaß“ ja noch – verhältnismäßig – harmlos, es gibt unangenehme, „grausliche“ Geschichten, Abstoßendes, das man aber durchaus noch leicht verdauen kann, von der Bedeutungsschwere her ist der Großteil wohl wie eine der skandalöseren Aussagen aus der Barbara-Karlich-Show einzuschätzen, auch wird – dafür möchte ich an dieser Stelle dem Autor meinen tiefsten Dank aussprechen – nicht mit Pointen zur Stimmungsauflockerung gespart. Doch der letzte Herr, der an den Bühnenrand tritt, um seine Meinung kund zu tun, um „seine Geschichte“ zu erzählen, hat es in sich: Während der Rest des Ensembles wie ungezogene Schulkinder mit dem Gesicht zur Wand steht, gibt er höchst kontroversielles Gedankengut zum Thema Vergewaltigung und Missbrauch von sich, eine gefühlte Stunde lang geht es in gewählter, grausamst bildhafter Sprache so zu. Als er endlich seinen „Sprechplatz“ verlässt und das Licht ausgeht, spürt man ein kollektives Aufatmen in den Zuschauerreihen. Der Rest des anfänglichen Publikums, der bis zum Ende geblieben ist, quittiert das Gesehene mit einer gesunden Mischung aus Applaus und Ausbuhen. Ich hätte nie gedacht dass ich das einmal sage, vor allem nicht zu einem Theaterstück, aber: Das hier braucht eindeutig eine Altersbeschränkung.
Text und Foto: Diana Peutl
The Master and Margarita
Donnerstag, 7. Juni 2012Moskau in den 1930ern, ein Schriftsteller der im Irrenhaus landet, seine Geliebte, die ihre Seele an den Teufel verkauft um ihren Geliebten wiederzusehen, und der Teufel, der erzählt was genau damals auf dem Balkon zwischen Pontius Pilatus und Jeshua Ha-Nozri vorgefallen ist. Der Roman von Michail Bulgakow war nach der Ersterscheinung ausverkauft, die damals zensierten Passagen wurden mit der Hand vervielfältigt. Seit damals zählt er zu den Klassikern und die Handlungsorte des Romans in der Moskauer Innenstadt werden von Bulgakow-Fans besucht. Simon McBurney nahm es auf sich die Kreuzigung Christi und die Straßen Moskaus auf die Bühne zu bringen.
Durch Videoaufnahmen werden einzelne Gesichtsausdrücke, Blutspritzer oder Szenen groß auf die hintere Wand der Bühne projiziert. Wenn es in Moskau einen Schauplatzwechsel gibt, sieht man die Stadt aus der Vogelperspektive. Durch diesen großartigen Effekt bekommt man ein viel besseres Gefühl von der großen kalten Stadt und den Einzelschicksalen – wie das des Ivan Nikolajevich. Oft ist für mich allerdings die Videobegleitung auf der Wand zu viel und ich hätte gerne bei Schlüsselszenen, wie der Kreuzigung, einen Moment Ruhe gehabt um diese besser zu verdauen.
Es ist beeindruckend und effektiv wie mit dem Licht gearbeitet wird. Es werden so ganze Zimmer in Sekundenschnelle geschaffen.
Die schauspielerische Leistung ist grandios. Die zierliche Margarita, gespielt von Sinead Matthews mit ihrer tiefen rauen Stimme geht neben den Männern nicht unter. Die Kostüme sind eher schlicht und unauffällig. Da meist sehr viele Leute auf der Bühne stehen, müssen die Schauspieler mit Stimme überzeugen.
Die Katze Behemoth ist eine Puppe mit roten Augen in Menschengröße, die von Puppenspielern geführt wird. Ich hätte es passender gefunden, wenn die Katze von einem Menschen in einem Kostüm gespielt worden wäre. Die im Roman so lebendige Verkörperung eines kleinen Teufels wurde für mich durch die Puppe nicht zum Leben erweckt.
Die bewegende Geschichte über Mitgefühl von Michail Bulgakow wurde von großartigen Schauspielern präsentiert. Alle Szenen waren atemberaubend – aber mit Musik und Technik manchmal zu viel. Die Reizüberflutung ließ für mich die eine oder andere wichtige Botschaft des Romans über Vergebung, Einsamkeit und die Rolle des Teufels untergehen.
Text und Bild: Denise Ocampo
Wenn Liebe langweilig wird
Montag, 4. Juni 2012Eine rauchende Frau, ein in Badehose gekleideter Mann: Das ist das erste Bild in “Die schönen Tage von Aranjuez”, das sich den Zuschauern bietet – und bleibt es auch. Zwischen diesen beiden identischen Bildern liegen fast zwei Stunden unermüdliches Reden über das jeweilige Liebesleben.
Die Absicht, die beiden Personen und ihre Verbindung zueinander mysteriös erscheinen zu lassen, gelingt anfangs. Man merkt förmlich, wie interessiert die Zuschauer sind, herauszufinden, was diese so redseligen Menschen miteinander verbindet. Sind es Geschwister, die sich nach einem Familientreffen eine Zigarette gönnen? Oder hatten sie einmal ein Liebesverhältnis? Sind es vielleicht bloß Nachbarn, die an diesem schönen Sommertag ein paar Geschichten austauschen? Oder möglicherweise zwei alte Freunde, die versuchen, das Geheimnis der Liebe zu lüften?
All diese Fragen – und noch einige mehr – lassen die Dialoge unheimlich interessant klingen, immer wieder versetzt man sich in eine andere Situation.
Leider verändert sich während des gesamten Stücks nicht ein Mal das Bühnenbild, selbst die Darsteller machen nur wenige Schritte, meistens sitzen sie neben einem Tisch und reden. Die ersehnte Auflösung, wer die beiden nun sind, bleibt unerfüllt. Auch sonst scheint das Stück nicht mehr zu bieten als zwei Sprecher, die teilweise nur Monologe haben. Ob “Die schönen Tage von Aranjuez” also wirklich so schön waren, wie der Titel verspricht, weiß wahrscheinlich nur Peter Handke in Person.
Auflockerung bieten zwar ein paar Scherze und Slapstick-Einlagen zwischendurch, die Geschichten sind auch nicht ganz uninteressant, ansonsten kann man aber nur sagen: Selbst wenn die letzte halbe Stunde gestrichen worden wäre, wirklich etwas verpasst, hätte man wohl nicht.
Anastasia Lopez
Die Künstler machen Überstunden – Making Of Memory 2
Sonntag, 3. Juni 2012Nach mehr als vier Stunden ist die Vorstellung, das Gesamtkunstwerk Memory 2: Hunger zu Ende: es ist 22.30 Uhr am Abend. Trotzdem wird noch zu einem Publikumsgespräch mit den Darstellern, Wen Hui und Wu Wenguang geladen, der Semitologe Dr. Felix Wemheuer von der Universität Wien, der auch über „Maos „Großer Sprung“in die Hungersnot“ für das Programmheft schrieb.
(Die Mitwirkenden des Folk Memory Projects sind nicht nur Studenten, es finden sich auch z.B. eine Tänzerin oder eine Hotelangestellte, doch im Folgenden werde ich sie alle der Einfachheit halber als „Studenten“ bezeichnen)
- VERGLEICH MEMORY1 UND MEMORY2 und ZENSUR
– Bei Memory2 ist der Live-Anteil viel stärker als bei Memory1
– bei M2 gab es aber keine Probleme mit der Zensur dieses Tabubruches
– im Zuschauerraum saß zwar kein „gemischtes Publikum von der Straße“, aber es gab schon einen offenen Kartenverkauf, das Publikum musste nicht geschlossen sein
– Wu Wenguang sagt, dass das größere Problem als die Zensur sei, dass die Leute sich nichts über Hungersnöte, sondern lieber Soaps im Fernsehen ansehen wollen.
– 2010 gab es die erste „Rohfassung“ von M2, mit 32 Leuten auf der Bühne
– in der 2012er Version mit nur 17 Leuten fließt mehr von den Studenten, die Interviews geführt haben, und ihre Erfahrungen, in ihr Heimatdorf zurückzukehren, mit ein. - REAKTIONEN:
– bei Älteren war damals immer noch die Angst vor den Kampagnen der Mao-Ära tief sitzend
– „alte Leute kommen nicht daher uns sagen ungefragt etwas zur Kulturrevolution oder der Hungerkrise“, man muss auf sie zugehen und sie oft überreden, mit einem darüber zu reden
– ehemalige Kadermitglieder waren nicht bereit, sich interviewen zu lassen
– ein damaliger Buchhalter, der sich zuerst nicht interviewen lassen wollte, berichtete, dass auch damals Getreide vorenthalten wurde und gestand ein, dass das nicht richtig war - HEUTE:
– bei den Schulbuchausgaben ( verwendet wurden welche aus dem Jahr 2004) hat sich in den letzen 8 Jahren nicht wirklich geändert
– laut Dr. Wemheuer wird heute aber offiziell die Mitschuld der Regierung eingestanden
– das auch aktuelle Thema der Schuldenrückzahlung auf dem Rücken der Bevölkerung wird zwar von einem Interviewten erwähnt, ist laut den Produzenten aber kein Grund für die Hungersnot, sondern eben der fatale Abzug von Kräften aus der Landwirtschaft im Rahmen des „Großen Sprung nach Vorne“, die schlechte Koordinierung der Volksküchen und die Übertreibung von Erfolgsergebnissen ( „x Hektar Land bringen y Kilo Getreide“, dabei bringt es in Wirklichkeit höchstens y/10 Kilo Getreide)
– es wird das Thema zwar auch wissenschaftlich untersucht, ist aber schwer darüber zu veröffentlichen, die Künstler waren über das geringe Angebot von Büchern zu diesem schwerwiegenden Thema sehr enttäuscht
-heute wird man als Bauer zwar satt, doch um Kinder in die Schule zu schicken oder das Haus zu renovieren braucht es ein Zusatzeinkommen - DIE SCHAUSPIELER SELBST:
– sagen es ist nicht schlimm, 5 Stunden auf der Bühne zu stehen, weil es „real life“ ist (der Mandarinenbauer), halt bis auf den Teil mit dem Am-Boden-Robben
– für die Studenten ist es toll/beeindruckend, auf der Bühne noch einmal darin „einzutauchen“
– die Tänzerin wollte früher Tänzerin wie im Fernsehen werden, reich und berühmt, doch damit hat sie jetzt „nützliche Kunst“ für sich entdeckt
– die emotionale Bindung zu den Leuten im Dorf nahm zu, sie wurden nicht nur einfach zu damals interviewt, sondern ganzheitlich kennen gelernt: „Früher waren es ihre tragischen Erinnerungen die mich bestürzten. Jetzt war es ihre Einsamkeit“ - DIE TASCHENLAMPEN:
– mussten in den Dörfern eingesetzt werden, wenn es dunkel wurde
– es wurde auch im Dunkeln in Schulen geprobt auf Basketballplätzen, und dabei die Taschenlampen eingesetzt
– es ist auch ein Gegensatz zur 1. Version von M2, bei der viel künstliches Licht verwendet wurde
– es ist eine Neuerung auf Initiative der Studenten, dass nun jeder „sein eigenes Licht“ selber trägt - CHOREOGRAPHIE
– das Robben und die Pyramide an sich haben keine Bedeutung, bei der Choreographie überhaupt hat nicht alles eine Bedeutung, wichtiger ist, was das Publikum sieht
– für Wen Hui ist es in ihrer Kunst immer wichtig, ihren eigenen Körper einzubringen, und damit ihren eigenen Standpunkt/Blickwinkel - THEMA
– Dr. Wemheuer meint, dass von der Thematik her M2 der größere Tabubruch ist, da die Hungerkrise weniger bekannt und mehr verschwiegen ist als der Terror der roten Garden
– laut Schätzungen sind dabei ja 15-45 Millionen Leute gestorben, diese unglaublich große Spanne kommt daher, dass Tote kaum gemeldet wurden, um mehr Rationen zur Verfügung zu haben.
Diana Peutl
Schätze deinen Kühlschrank oder: Heut wird’s etwas länger dauern
Sonntag, 3. Juni 2012
Ein mehr Stunden dauerndes Gesamtkunstwerk thematisiert die lange nach außen verschwiegene Hungerkrise in China in den Jahren von 1959 bis 1961. Dass dies nicht ganz einfach zu verarbeiten wird, ist schon beim Betreten des Schauspielhauses absehbar: das Programmheft spricht von Kannibalismus und Kinderverkauf.
Ungefähr in der Mitte der Aufführung fällt mir ein, dass ich wohl Notizen machen sollte. Schätzungsweise 2.5 Stunden später habe ich 8 Quart-Seiten eng und fast unlesbar bekritzelt. Aber das ist nichts gegen „Großvater Ren“, der seine Memoiren über sein Leben in Mao-Zeiten in 10 Schreibheften für Volksschüler festgehalten hat. Die „Erinnerungen an eine erbarmungslose Welt“, unter seinem Bett versteckt aufbewahrt, waren eigentlich nur für seine Kinder gedacht, schlussendlich ließ er sich aber doch dazu überreden, sie dem Dokumentarfilmer vom Folk Memory Project, der vor mir auf der Bühne steht, und die von ihm aufgenommenen Interviews kommentiert.
Die Leinwand, auf die mit den Videointerviews und Fotos aus der Zeit der Hungerkrise praktischerweise auch gleich die deutschen Übertitel mit projiziert werden, dominiert vom Hintergrund aus das Bühnenbild. Bemerkenswert sind auch die Taschenlampen, meist in den Händen der Künstler, manchmal aber auch am Boden stehend, umkreist, als wären sie die Antworten auf die Fragen, die in den Raum geflüstert oder auch gebrüllt werden. Neben dem Videoprojektor sind sie die einzige Lichtquelle im Saal.
Anfangs kommen sie von allen Seiten. Vollkommen in Schwarz gekleidet, richten 8 Menschen ihre Taschenlampe auf den Boden vor sich, blicken konzentriert auf den beleuchteten Punkt, als würden sie etwas suchen. Ist es die Wahrheit, die sie suchen? Die Antwort auf die Frage, was in den drei Jahren des Hungers wirklich geschah?
Tränen im Schein der Taschenlampen
Auf der Bühne angekommen, bewegen sie sich wie ein einziges, nervös trappelndes Lebewesen. Als erstes, man ist ja höflich, stellt sich jeder vor, hauptsächlich Studenten der bildenden Kunst sind es, die hier performen. Ein starker Moment ist sicherlich der, als sie uns, in einer Reihe am Bühnenrand stehend, mit immer lauter werdender Stimme aus chinesischen Schulbüchern, in denen die damalige Hungerkatastrophe nur am Rande und als von Naturkatastrophen verursacht erwähnt wird, vorlesen. Allmählich überschreien sie sich gegenseitig, einer nach dem anderen gibt auf, bis schließlich nur noch ein schon heiseres Stimmchen „überbleibt“.
Als „Einstimmung“ zu den Interviews erleben wir einen Live-Bericht: der einzige Performer jenseits der 50, der Mandarinenbauer, der uns bei unserem Workshop 2 Tage zuvor noch neugierig gefragt hat, wie wir das finden, dass er auf der Bühne anfängt zu weinen, und in seiner „Freizeit“; wenn er nicht auf der Bühne steht, alles, was um ihn herum geschieht (z.B. unser Workshop oder das Publikumsgespräch) mitfilmt, ist jetzt ganz ernst. Er teilt die Erinnerungen seines 9 bis 10-jährigen Ichs mit uns, daran, wie seine kleine Schwester und sein einjähriger Bruder unter den Händen seiner machtlosen Mutter verhungerten, daran, wie er Baumrindenbrei essen musste, als es sonst nichts gab.
Es folgen Schwarzweißbilder von Bauern auf Feldern, von unglücklich dreinblickenden und ungesund dünnen Kindern, von Postern mit Slogans der Mao-Kampagnen, so wie „In 15 Jahren haben wir England eingeholt, in 20 die USA“.
Per Video wurden alle Interviews aufgezeichnet, der schwerhörige Großvater, den die Enkelin unbedingt interviewen wollte, auch wenn ihm jede Frage drei Mal ins Ohr gebrüllt werden muss zum Beispiel ist eine der wenigen Stellen, an denen man sich mit feuchten Augen vielleicht zum Schmunzeln durchringen kann, komische Situationen durch Altersschwerhörigkeit, ein wohlbekanntes Szenario auch in Österreich. Kurz eine wohltuende Pause von den erschütternden Berichten von Verhungernden, fatalen Verstopfungen, von Kindern, die ihren Müttern sagen, dass sie nicht weinen sollen, wenn sie sterben, von „Kritiksitzungen“, bei denen „Essensdiebe“ dem gesamten Dorf ausgesetzt wurden und von Selbstmorden, die aus Angst vor ebendiesen verübt wurden.
Videoschleife des Schreckens
Unter den abenteuerlichsten Verrenkungen und den faszinierendsten Verwendungen der allgegenwärtigen Taschenlampen führen uns die Performer durch diese Stunden, während denen ich es nicht über mich bringe, nach draußen zu gehen, um zu verschnaufen, zu gebannt bin ich von jedem Wort, das gesagt wird, jeder Bewegung, die vor meinen Augen Verstörendes, aber auch Herzergreifendes ausdrückt.
Dauernd wird wiederholt, zum Beispiel die Namen der Interviewten gegen Ende der Vorstellung; dieses ist überhaupt ein eindrucksvoller, würdiger „Schlusspunkt“ für die sich in meiner Erinnerung schon zu einem großen, verwirrend – verschwommenen Wirbel verstrickenden mehr als vier Stunden. In einer Reihe, Schulter an Schulter, legen sich die Künstler vor die Leinwand, auf welche die Bilder und Lebensdaten der Interviewten in rascher Folge projiziert werden. Die Namen der Gezeigten schreiend, robben sie zum Vorderrand der Bühne. Dort angekommen, rollen sie sich aufeinander, werden zu Einem, ein schnaufender, unverständlich durcheinander rufender Menschenhaufen. Die unten liegenden klingen schon ziemlich heiser und atemlos, und sehen auch etwas platt aus, als das Licht ausgeht und das Publikum zögerlich beginnt zu klatschen.
Hemmungen
Sowohl die Interviewten als auch Dorfkinder, denen die Dokumentarfilme, welche aus dem Aufgenommenen entstanden, gezeigt wurden, fanden es gut und richtig, dass die beinahe vergessene Hungersnot der Bauern auf diese Weise erinnert wird. Im Ausland sollte es aber besser nicht gezeigt werden, „damit die Menschen im Ausland China nicht auslachen“ formuliert eine Achtjährige. Die Scham über das Versagen des Kommunismus sitzt tief in allen Generationen. Gut, dass Memory2: Hunger trotz der Zweifel im Ausland gezeigt wurde und, ich kann versichern: Ich habe nicht gelacht.
Gut auch, dass das Projekt nicht an den Zeitzeugen scheiterte, von denen manche sich mit den Argumenten entzogen, sie könnten sich nicht erinnern oder seien zu alt und hässlich für so ein Interview. Vielen erschien es auch heute zu gefährlich, das damalige Regime zu kritisieren; meine Lieblingssequenz ist, als man den Interviewer hinter der Kamera auf den Einwand „Es könnte doch jemand vor den Kopf gestoßen werden“ den besorgten alten Mann beschwichtigen hört: „Das erlaubt die Regierung jetzt“.
Diana Peutl
Wer bis hierhin durchgehalten hat – und noch mehr wissen möchte: hier geht´s zu den Notizen aus dem Publikumsgespräch!
Kritikerrunde trifft auf Profi Kritiker – Die Kritikerrunde macht sich startklar, Teil 2
Montag, 14. Mai 2012“Der erste Satz ist der bedeutendste, er soll den Leser packen und zum Weiterlesen animieren.” Das ist wohl eine der schwierigsten Sachen beim Schreiben einer Kritik. Aber nicht nur das haben wir am 3. Mai von Gert Korentschnig, Leiter des Resorts Kultur und Stellvertretender Chefredakteur des Kurier gelernt. Mit einer Kritik muss eine breite Leserschaft erreicht werden, es soll ein Überblick gegeben werden, sowohl für die, die nicht vor Ort waren.
Beim Schreiben einer Kritik fließen die eigenen Gedanken in das Geschriebene, deshalb braucht man eine Meinung zum Thema, man muss es beurteilen und durchschauen.
Gut zu bedenken ist auch der Titel, der fast noch wichtiger ist, als der erste, einleitende Satz. Viele Leser schenken nur ihm Beachtung und wenn sie sich davon nicht genug angesprochen fühlen, blättern sie einfach weiter. Titel sollen humorvoll, abwegig, ironisch und raffiniert sein, am besten ist ein schräger Zugang zum Thema. Einen solchen Titel dann tatsächlich zu finden, ist immer schwer.
Laut Korentschnig werden die Leser nicht nur wegen dem Inhalt von einem Thema fasziniert, sondern auch wegen der Länge und des Sprachstils. Es gilt „kurz fassen”! Bei langen Kritiken droht man den Leser zu verlieren. Zu vermeiden ist das Verwenden von Worten, wie “gut” und “schlecht”, diese haben keinerlei Aussage über etwas und begründen nicht, warum nun etwas als “gut” oder “schlecht” empfunden wird. Es gibt so viele Eigenschaftswörter mit denen man Dinge beschreiben kann, auch abgesehen von “interessant” und “super”.
Ein weiterer zu beachtender Punkt beim Schreiben von Kritiken ist, dass sie kein Wissen voraussetzen sollen. Kritiken werden vor allem von Menschen gelesen, die nicht vor Ort waren. Vorher gilt es aber zu überlegen, wie viel man davon verraten will oder darf. Bei Filmen ist es beispielsweise ein Tabu das Ende zu verraten.
Eine Kritik soll also immer einen anziehenden Titel, einen spannenden ersten Satz und einen aufschlussreichen Mittelteil beinhalten und mit einem gut formulierten Fazit enden. Der Mittelteil, der nicht nur aus eigener Meinung besteht, sondern ebenfalls den Inhalt, Hintergrundgeschichten, Schauspieler, Regisseur und die Inszenierung erklärt bzw. erzählt, ist der Hauptteil einer Kritik.
Ein guter Rat, den uns Gert Korentschnig mit auf den Weg gegeben hat, ist, “Demut vor den Künstlern und dem Regisseur” zu haben. In jedem Stück steckt viel Arbeit und diese sollte man sich bewusst machen. Ist man auch von der Aufführung enttäuscht oder hat Teile davon nicht verstanden, jedes Werk hat Respekt verdient und ist mit riesigem Aufwand verbunden, dazu zählen auch Dinge, die meist links liegen gelassen oder vergessen werden, wie die richtige Lichtstimmung, das Bühnenbild oder die Übersetzung, die ebenfalls in einer Kritik zu erwähnen sind.
Gert Korentschnig arbeitet seit über 15 Jahren als Kritiker. Er schreibt hauptsächlich Kritiken über klassische Musik, aber auch andere Kulturereignisse und Politikkommentare. Meinem Eindruck nach liebt er seine Arbeit, auch wenn sie mit sehr viel Recherche, Vorbereitung und Wissen verbunden ist und einiges an Erfahrung dazu gehört. Ich bin mir sicher, wir alle haben viel von ihm gelernt und hoffe, dieses Wissen auch anwenden zu können.
Carina Habel



