Thema des Monats - September 2012

Euer Theater der Zukunft

 

                                                                          Zeichnung: Jean Robert

 

Ein Resümee des Wettbewerbs der jungen bühne zum Theater der Zukunft. Bei allen Unterschieden in den Vorschlägen dominierten der sehr emotionale Wunsch nach Theater als Ort gemeinsamer Verständigung und der Wille zum aktiven Mitwirken im Spiel.

 

Drei der Beiträge werden auch in der neuen Ausgabe der "jungen bühne", die am 15. September erscheint, präsentiert. Lasst euch überraschen!

 

Den Blick nach vorne richten, das wollten wir anlässlich unseres fünfjährigen Bestehens letztes Jahr, und haben deshalb nach euren Wünschen, Träumen und Vorstellungen für die Zukunft des Theaters gefragt. Daraufhin sind gebastelte, gezeichnete, geschriebene, (und) mit viel Theaterleidenschaft und Phantasie gesponnene Antworten in unsere Redaktion geflattert. Sie kamen von jungen Visionären, die oft ganz konkrete Vorstellungen zu ihrem Theater der Zukunft haben. Trotz verschiedenster Ansätze überrascht allerdings der Konsens aller Einsendungen: Aus gegebenem Anlass wird in letzter Zeit viel über den Einsatz und die Beziehung neuer Medien im und zum Theater diskutiert und nachgedacht. Theatermacher und -kenner debattieren – auch in der Zeitschrift Die Deutsche Bühne – über den Einfluss der digitalen Welt auf die Entwicklung der Bühnen, und schauen nicht ohne Besorgnis in die Zukunft.

 

Die Leser der jungen bühne, die uns geantwortet haben, stammen aus einer Generation, die mit den neuen Medien aufgewachsen ist und integrieren sie viel selbstverständlicher in ihren Alltag. Dass nun gerade für diese jungen Theaterliebhaber die neuen Medien, seien es aufwändige Videoinstallationen oder soziale Netzwerke wie Facebook und Co, in ihren Visionen zur ersehnten Entwicklung des Theaters in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eine, wenn überhaupt dann untergeordnete Rolle spielen, scheint erst einmal verblüffend.

 

Da wird nicht über neue technische Möglichkeiten phantasiert, sondern viel mehr über Neuerungen auf menschlicher Ebene. Die Teilnehmer an unserer Umfrage wünschen sich ein Theater, das einen sehr viel größeren Stellenwert in der Gesellschaft einnimmt, das relevant ist und berührt. Sie wünschen sich das Theater als einen Ort der Begegnung zwischen Kulturen und Generationen und als einen Raum zum Wachsen, Ausprobieren und Hinterfragen. Trotz vieler Neuerungsvorschläge wollen sie auch die alten „Theaterschinken“ ganz und gar nicht von der Bühne verbannt sehen, immer wieder liest man da von Shakespeare und Goethe, manch einer wünscht sich gar die Abkehr vom Regietheater und die Rückkehr zu „realen“ Bühnenbildern und wenig abstrakten Interpretationen klassischer Stücke. Aber auch neue Stücke sollen her, die einen direkteren Bezug zur Lebenswelt der Schauspieler haben, damit diese mit Leib und Seele bei der Sache sind... FORTSETZUNG FOLGT

 

Den vollständigen Text könnt ihr ab Mitte September in der neuen Ausgabe der "jungen bühne" lesen.

 

Die einzelnen Beiträge findet ihr auf den nächsten Seiten. Klickt euch einfach über die graue Box oben rechts durch. Die drei besten Beiträge sind auch in der neuen Ausgabe der jungen bühne abgedruckt.

 

Wir danken dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dass es freundlicherweise zwei Freikarten für den Gewinner zur Verfügung gestellt hat.

Die Beiträge

► Wille und Hoffnung

► Gedicht: Theater vergeht nicht

► Zeichnung

► Demonstranten im Sitzstreik

► Theater im Radio

► Ein Pol der Freude

► Theater des Wesentlichen

► Grenzen gibt's nur im Schädel

► Ort der Zusammenkunft

► Ich, Hamlet

► Mitmach-Theater

MEIN GRÖSSTES THEATERERLEBNIS
Auch in diesem Jahr haben wir wieder eine Frage an Euch. Was war in der letzten Zeit das wichtigste, spannendste, eindrücklichste, schönste oder schlimmste Theatererlebnis für Euch. Wir freuen uns über Eure Texte, Zeichnungen, Collagen, Videos.